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Gesprächstherapie senkt hohen Blutdruck

NORWICH (eis). Intensive Gespräche zur Therapietreue (Adherence) mit HypertoniePatienten können dabei helfen, die Blutdruckwerte deutlich zu senken. Das bestätigt eine aktuelle Studie.

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Wichtig für die Therapie-Treue: Patienten müssen auf negative Einstellungen zu Blutdruckmedikamenten angesprochen werden.

Wichtig für die Therapie-Treue: Patienten müssen auf negative Einstellungen zu Blutdruckmedikamenten angesprochen werden.

© Gina Sanders / fotolia.com

An der Studie von britischen Forschern der Universität in Norwich nahmen 136 Hypertonie-Patienten teil (Journal of Human Hypertension online). Alle waren beim Screening mit einem Fragebogen (Morrison Medication Adherence Scale) durch eine schlechte Therapietreue aufgefallen. Die mittleren Blutdruckwerte lagen deshalb im Mittel bei 165/102 mmHg.

Die Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip auf zwei Gruppen aufgeteilt und über elf Wochen behandelt: Eine Kontrollgruppe bekam wie bisher ihre antihypertensive Therapie. Mit den Patienten der Interventionsgruppe wurde zusätzlich in wöchentlichen Abständen siebenmal ein jeweils 20-minütiges strukturiertes Gespräch zur Adherence unter vier Augen geführt.

Dabei wurden Widersprüche im Umgang der Patienten mit Medikamenten angesprochen und negative Einstellungen zur medikamentösen Therapie abgeklärt. Negative Ansichten wurden dabei in drei Stufen besprochen: Zum Beispiel benennt der Patient seine Furcht, von einem Medikament abhängig zu werden.

Anschließend soll er Belege für seine Bedenken anführen. Schließlich werden die Belege auf Plausibilität überprüft. So können die Patienten ihre Überzeugungen selbst überprüfen.

Der Vergleich der beiden Gruppen nach elf Wochen ergab: In der Interventionsgruppe waren die Blutdruckwerte im Mittel um 23 mmHg systolisch und um 15 mmHg niedriger. Die Patienten dieser Gruppe hatten zudem 97 Prozent ihrer Medikamente genommen im Vergleich zu 71 Prozent in der Kontrollgruppe.

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