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Gestationsdiabetes

Gesunde Lebensweise wirkt vorbeugend

Die Prävention eines Gestationsdiabetes beginnt vor der Schwangerschaft: Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko reduzieren.

Veröffentlicht:

BETHESDA. Zur Vermeidung eines Schwangerschaftsdiabetes lohnt es sich, bereits vor der Gravidität gesund zu leben. Frauen mit Normalgewicht, die sich ausgewogen ernähren, Sport treiben und nicht rauchen, haben ein um gut 80 Prozent niedrigeres Erkrankungsrisiko an Gestationsdiabetes als Frauen, die keines dieser Ziele erreichen.

Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Nurses‘ Health Study (NHS) II hervor (BMJ 2014, online 30. September).

Am meisten bringt es, Übergewicht zu vermeiden. Sogar ein BMI im oberen Normbereich (23 bis 24,9) ist demnach schon mit einem signifikant erhöhten Risiko für Gestationsdiabetes verbunden. Aber auch ungesunde Ernährung sowie Bewegungsmangel und Rauchen stellen unabhängige und signifikante Risikofaktoren dar.

Je weniger dieser Risikofaktoren auf eine Frau zutrafen, desto weniger war sie in Gefahr, später einen Schwangerschaftsdiabetes zu entwickeln.

Frauen, die vorbildlich waren in Bezug auf Ernährung (viel Obst und Gemüse, wenig gesättigte Fettsäuren und rotes Fleisch), Bewegung (pro Woche mindestens 150 Minuten mäßige bis anstrengende körperliche Aktivität) und Rauchverhalten (Abstinenz), hatten ein um 41 Prozent niedrigeres Erkrankungsrisiko als die übrigen Frauen.

Lag auch noch der BMI unter 25, war das Risiko sogar um 52 Prozent vermindert. Verglichen mit Frauen, die keines der vier Kriterien erfüllten, lag die Gestationsdiabetes-Rate bei den schlanken Frauen sogar um 83 Prozent niedriger.

Nimmt man die Häufigkeit der Risikofaktoren in der NHS-IIPopulation als Basis, dann würden bevölkerungsweit 48 Prozent weniger Fälle von Gestationsdiabetes auftreten, wenn die Frauen keinen der vier untersuchten Risikofaktoren aufweisen würden.

Die Zahlen beruhen auf der Analyse von 20.136 Einlingsschwangerschaften bei 14.437 Frauen, von denen 823 erstmals die Diagnose Gestationsdiabetes gestellt worden war. Ihre Lebensgewohnheiten hatten die Frauen alle zwei Jahre in einem Fragebogen protokolliert.

Obwohl es sich bei den Studienteilnehmerinnen um Krankenschwestern handelte, hatten nur 16 Prozent in allen vier Domänen einen gesunden Lebensstil vorzuweisen.

Wie die Studienautoren um Cuilin Zhang von den National Institutes of Health in Bethesda hervorheben, wäre die Gewichtskontrolle die wirksamste Maßnahme, um einen Gestationsdiabetes zu verhindern.

Die Untersuchung belege aber, dass auch übergewichtige und adipöse Frauen ihr Risiko senken könnten, wenn sie ansonsten einen gesunden Lebensstil pflegten. (bs)

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