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Ginkgo bringt mehr Hirn-Power und Lebensqualität

KARLSRUHE (sko). Verbessern sich bei Patienten mit Hirnleistungsstörungen durch eine Ginkgo-Therapie die kognitiven Fähigkeiten, ist die Therapie erfolgreich. Doch bessert sich auch die subjektiv empfundene Lebensqualität der Patienten? Antwort auf diese Frage liefert eine Anwendungsbeobachtung mit über 1600 Patienten mit Hirnleistungsstörungen.

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Daß Ginkgo die kognitiven Fähigkeiten verbessern kann, ist bereits wissenschaftlich belegt worden. "Doch die Frage ist nun, ob diese Verbesserung auch für die Betroffenen spürbar ist", sagte Professor Monika Bullinger bei einer Veranstaltung des Unternehmens Dr. Willmar Schwabe in Karlsruhe.

Um zu diesem Punkt mehr zu erfahren, untersuchte und befragte die Medizinpsychologin vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf zusammen mit einigen Kollegen 1663 Patienten, die wegen Hirnleistungsstörungen wie Konzentrationsprobleme, Vergeßlichkeit oder nachlassende Aufmerksamkeit mit dem Ginkgo-biloba-Extrakt EGb 761 (Tebonin®) behandelt wurden. Vor und nach der vier bis sechswöchigen Ginkgo-Therapie wurde die Hirnleistung der Patienten mit dem Mini-Mental-Status-Test (MMST) untersucht und die Lebensqualität mit verschiedenen Fragebögen erfaßt.

Bei 77 Prozent der Patienten konnten die Forscher nach der Therapie im MMST eine Verbesserung der Hirnleistung registrieren; im Schnitt besserte sich das Testergebnis um 2,14 Punkte. Auch bei der Lebensqualität verzeichnete Bullinger Verbesserungen: Bei 61 Prozent der Patienten besserte sich die körperliche, bei 72 Prozent die psychische Komponente der Lebensqualität.

"Die Ergebnisse unserer Studie deuten darauf hin, daß die Patienten durch die Behandlung mit Ginkgo einen Zugewinn an Lebensqualität und kognitiver Funktion erleben", faßte Bullinger die Ergebnisse zusammen. Da es sich aber um eine Anwendungsbeobachtung handele, müsse diese These nun in randomisierten Studien weiter geprüft werden.

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