Schweinegrippe

Grippeimpfung rettet vielen Älteren das Leben

SYDNEY (hub). Die Grippeimpfung ist bei Bewohnern von Seniorenheimen effektiv. Ein guter Grund, diese Menschen jetzt gegen die Schweinegrippe zu impfen. Vakzine gibt's ausreichend.

Veröffentlicht:

Die Effektivität der Grippeimpfung - in diesem Falle gegen saisonale Influenza - hat eine Studie an der Uni von Sydney bestätigt. Ausgewertet wurden Daten der Grippesaison 2007 von knapp 290 gegen Influenza geimpften und 60 nicht geimpften, gebrechlichen Bewohnern von Seniorenheimen (Vaccine 28, 2010, 864). Das mittlere Alter lag bei 81 Jahren.

Damals zirkulierten auf der Südhalbkugel Driftvarianten von H1N1- und H3N2-Influenzaviren. Die in der Vakzine enthaltenen Stämme stimmten mit diesen Varianten nicht komplett überein. Trotzdem war die Impfung noch effektiv: So gab es bei den geimpften Bewohnern 40 laborbestätigte Grippeerkrankungen - eine Rate von 14 Prozent. Bei den Ungeimpften waren es 14 Grippeerkrankungen (24 Prozent). Daraus errechneten die Autoren eine Effektivität der Impfung von 61 Prozent. Die Sterberate lag bei vier versus sieben Prozent. Die Schutzrate der Grippeimpfung in Bezug auf Tod liegt rechnerisch demnach bei 75 Prozent, in Bezug auf Hospitalisierung bei 82 Prozent.

Über 70-Jährige haben bei H1N1-Erkrankung eine Sterberate von über zehn Prozent. Da in Deutschland ausreichend Impfstoff vorhanden ist, sollten jetzt alle Menschen gegen Schweinegrippe geimpft werden. Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Vergesst die Alten nicht!

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Infusionen bei Long-COVID

Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Viele positive Reaktionen auf Karl Lauterbachs Nominierung zum Bundesgesundheitsminister. Aber auch große Erwartungen.

© Michael Kappeler/dpa

Gesundheitsfachleute zum neuen Gesundheitsminister

„Wir als Ärzteschaft wissen, was wir an Lauterbach haben“

Scholz bringt Wissenschaft gegen Populismus in Stellung

© Michaela Illian

Leitartikel zum neuen Gesundheitsminister

Scholz bringt Wissenschaft gegen Populismus in Stellung

Eine gute Stimmung im Team: Das ist nicht in allen Praxen der Fall. Bei Konflikten sollten die Parteien sich selbst hinterfragen, empfiehlt eine Psychologin. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

MFA

Praxissegen hängt schief? Fünf Wege aus der Harmoniefalle