Kommentar

Gute Bilanz zu HIV und Aids

Von Hauke Gerlof Veröffentlicht: 22.11.2018, 16:30 Uhr

Das neue Idealmaß 90-90-90: Deutschland ist davon gar nicht so weit entfernt. Nein, es geht hier nicht um den Hüftumfang oder ähnliches bei Männern oder Frauen, sondern um die Ziele der Vereinten Nationen zu Aids und HIV.

Tatsächlich war in Deutschland 2017 bei etwa 87 Prozent der Menschen mit HIV-Infektion diese auch erkannt, 92 Prozent der HIV-Infizierten mit Diagnose erhielten eine antiretrovirale Therapie, und bei 95 Prozent der Patienten unter Therapie war keine Viruslast mehr nachweisbar.

Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts können sich im internationalen Vergleich sehen lassen – und sie schlagen sich in sinkenden Infektionszahlen nieder.

Die einzige Schwäche: Schätzungsweise 11.400 Menschen in Deutschland wissen nicht, dass sie HIV-infiziert sind. Der Plan der Bundesregierung, die Präexpositionsprophylaxe für Menschen mit hohem Ansteckungsrisiko von Kassen bezahlen zu lassen, geht ebenso wie die Freigabe des Verkaufs von Selbsttests in die richtige Richtung.

Großartig, was Forscher und Ärzte, aber auch Patienten in Selbsthilfegruppen und Politiker in den vergangenen vier Jahrzehnten bei der Aids-Bekämpfung und HIVPrävention geleistet haben!

Lesen Sie dazu auch: RKI-Zahlen: HIV wird zu selten erkannt RKI: Weniger HIV-Neuinfektionen in Deutschland Kommentar: Gute Bilanz zu HIV und Aids

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