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Gute Remissionsrate mit dem Antidepressivum Escitalopram

FREISING (wst). Mit einer antidepressiven Therapie sollte man versuchen, die Patienten möglichst rasch und vollständig in Remission zu bringen. Nur die Symptome etwas zu lindern, greift zu kurz. Denn zum einen leiden die Patienten dann auch weiterhin an der Krankheit. Zum anderen erhöht die Restsymptomatik das Risiko für einen schweren Rückfall.

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Darauf hat Professor Gerd Laux von der Bezirksklinik Gabersee bei Wasserburg hingewiesen. Bei Studien-Ergebnissen, die die Wirksamkeit eines Antidepressivums belegen, müsse deshalb immer darauf geachtet werden, ob sich die vorgestellten Zahlen tatsächlich auf Remissionsraten beziehen, also auf den Anteil der Patienten, bei denen sich der Gemütszustand normalisiert, oder ob nur Ansprechraten genannt werden - das ist in der Regel der Anteil der Patienten, bei denen die Symptome auf Depressionsskalen um mindestens 50 Prozent zurückgehen.

So komme es in klinischen Akuttherapie-Studien mit Antidepressiva oft zu Ansprechraten von etwa zwei Dritteln, dagegen liegen die Remissionsraten häufig nur bei einem Drittel, sagte Laux auf einer Veranstaltung des Unternehmens Lundbeck in Freising.

Durch die Fortentwicklung bewährter Antidepressiva sei es gelungen, sowohl Ansprech- als auch Remissionsraten zu steigern. So verfügt Escitalopram (Cipralex®), das pharmakologisch wirksame Enantiomer von Citalopram, über eine hohe Bindungsaffinität am Serotonin-Transporter der präsynaptischen Zelle und bewirkt damit eine sehr effektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmung.

In direkten Vergleichsstudien mit mehreren hundert überwiegend schwer depressiven Patienten wirkte Escitalopram in täglichen Dosierungen von 10 bis 20 mg rascher und deutlicher als Citalopram in Tagesdosen von 20 bis 40 mg, sagte Laux.

Daß sich auch eine Langzeittherapie mit der Substanz lohnt, belegt eine aktuelle Studie, in der 590 ambulant behandelte Depressions-Patienten ein Jahr lang mit Escitalopram therapiert worden waren.

Eine Remission, definiert als ein Wert auf der Montgomery-Asberg Skala (MADRS) von unter 12 Punkten (maximaler Wert: 60 Punkte), war hier nach acht Wochen schon bei immerhin 46 Prozent der Patienten erreicht. Nach 52 Wochen Therapie lag die Remissionsrate sogar bei 86 Prozent.

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