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HPV-Impfstoff schützt auch nach fünf Jahren zu 99 Prozent

PORTO (Rö). Es gibt weitere Daten zum quadrivalenten Impfstoff für Mädchen und Frauen gegen humane Papilloma-Viren (HPV). Danach hält der Schutz auch nach fünf Jahren an und beträgt 99 Prozent.

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Die HPV-Impfung ist eine entscheidende Maßnahme der Krebsprävention: Zervix- und anderen genitalen Karzinomen, Dysplasien und genitalen Warzen wird so vorgebeugt. "Wir haben jetzt Daten über fünf Jahre, dass der Schutz der Impfung anhält", berichtete Dr. Nubia Munoz in Porto in Portugal.

Die Krebsspezialistin aus Lyon stellte die Daten bei einem Symposium von Sanofi Pasteur MSD zum Kongress der "European Society for Pediatric Infectious Diseases" vor. Das Unternehmen hat die quadrivalente Vakzine gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 als Gardasil® im Programm.

In die Studien zur Wirksamkeit sind unter anderen die Daten von mehr als 20 500 Frauen eingegangen. Zum Zeitpunkt der Zulassung war die Schutzwirkung der Impfung mit drei Dosen 100-prozentig: Bei fast 8000 geimpften Frauen war weder ein moderates oder hochgradiges Zervix-Präkarzinom oder ein nicht-invasives Zervixkarzinom vorgekommen. Bei ebenfalls fast 8000 Frauen der Placebo-Gruppe waren es 53 Erkrankungen gewesen. Nach einem weiteren Jahr ging die Schere bei diesem Endpunkt noch mehr auseinander: nur eine Erkrankung unter den Geimpften, aber 85 in der Placebo-Gruppe. Das bedeutet eine Schutzrate von 99 Prozent.

Auch bei den externen genitalen Läsionen gibt es neue Vergleichszahlen: zwei Erkrankungen bei Geimpften, aber 189 in der Placebo-Gruppe. Externe genitale Läsionen waren Präkanzerosen der Vulva oder Vagina und Genital-Warzen. In einer weiteren Studie wurde belegt, dass die durch Impfung gebildeten Antikörper gegen weitere HPV-Typen schützen können.

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission die Impfung gegen die HPV-Typen 16 und 18 für alle Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahren. Geimpft werden sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr.

Mehr Infos bei www.rki.de - unter Infektionsschutz, dann Impfen



STICHWORT

Erkrankungen durch HPV

In Deutschland erkranken jährlich über 7000 Frauen an Zervix-Karzinomen, 2020 sterben. 1970 war die Mortalitätsrate noch etwa doppelt so hoch. Umgekehrt hat die Häufigkeit von Genitalwarzen enorm zugenommen: von etwa 10 pro 100 000 Frauen im Jahr 1970 auf heute 200 pro 100 000. Meist ist die HPV-Infektion vorübergehend. Von 100 Frauen, die sich infizieren, bekommt ein Fünftel eine Dysplasie und eine ein Karzinom. (eb)

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