Direkt zum Inhaltsbereich

Hamamelis pflegt juckende und schuppende Haut

HAMBURG (grue). Eine Wund- und Heilsalbe auf pflanzlicher Basis kann trockene und rissige Haut geschmeidiger machen. Als Wirkstoff hat sich ein Hamamelis-Destillat bewährt.

Veröffentlicht:

Salben und Cremes mit Destillaten aus Hamamelis virginiana (Hametum®) versorgen alternde Haut mit Fett und schützen sie vor Entzündungen. Hamamelis, auch Zaubernuß genannt, wirkt außerdem entzündungshemmend und stillt den Juckreiz.

Das hat eine offene klinische Studie bei 89 Patienten mit altersbedingter Hauttrockenheit bestätigt. Deren Ergebnisse hat Privatdozentin Julia Welzel von der Universität Lübeck auf einer Veranstaltung des Unternehmens Spitzner in Hamburg vorgestellt.

Die Studienteilnehmer, ein Drittel von ihnen männlich, waren über 55 Jahre alt und hatten eine typische Altershaut, die mit Hautschuppung und Juckreiz verbunden ist. Die Haut hatte nachweislich zu wenig Fett und Feuchtigkeit, sagte Welzel. Die Patienten wandten daraufhin zweimal täglich die hamamelishaltige Salbe an. Nach zwei und vier Wochen wurde in den Testregionen an Unterarm und Unterschenkel der Fettgehalt der Hautoberfläche bestimmt und die Feuchtigkeit der Hornschicht gemessen.

Schon nach zwei Wochen hatten sich beide Parameter deutlich gebessert. "Die Effekte waren anhaltend und dürften auf direkte Hamamelis-Wirkungen zurückzuführen sein", so Welzel. Die Salbengrundlage decke außerdem die Hautoberfläche ab und schütze sie vor Feuchtigkeitsverlusten.

Studienleiter Professor Helmut Wolff aus Lübeck wies auf die gute Verträglichkeit hin. Mit Ausnahme eines Patienten, der die Salbe zu dick aufgetragen hatte, gab es keine Unverträglichkeiten. "Und das, obwohl jeder fünfte Studienteilnehmer eine allergische Hauterkrankung hatte", so Wolff.

Der Dermatologe empfiehlt das Präparat generell zur Pflege empfindlicher, trockener Haut. Die Studie habe seine Erfahrung bestätigt, daß der Erfolg rasch einsetzt. "Die Salbe kann deshalb auch bedarfsweise angewendet werden, etwa nur im Winter, wenn die Haut besonders trocken ist oder wenn einzelne Schrunden behandelt werden sollen." Für größere Hautflächen eigne sich die weniger fetthaltige Creme, die sich besonders leicht verteilen lasse.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Tipps für die Therapie

Was gegen Warzen wirklich hilft

Interimsanalyse der TRIM-Studie

Nachsorge von Melanomen: Bildgebung womöglich nutzlos

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Elternzeit, Krankheitsvertretung und Co.

Befristete Arbeitsverträge: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

Ernährungsberatung

Schilddrüse: Vegane Ernährung verschärft Jodmangel

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Lesetipps
Ein Stapel mit vielen Büchern

© Frank Rumpenhorst/dpa

State-of-the-Art

Was in den Praxisempfehlungen und Leitlinien der DDG neu ist

Blick über die Schulter eines Trompeters, der ein Konzert spielt.

© Kitreel / Stock.adobe.com

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte