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Handeln statt zuschauen

Von Sunna Gieseke Veröffentlicht:

Die moderne Arbeitswelt macht krank - die Anforderungen sind gestiegen, die Konkurrenz unter den Kollegen wird härter, immer mehr neue Technologie überfordert, ständige Erreichbarkeit nimmt die Erholung.

Viele Menschen werden damit nicht mehr fertig und lassen sich krankschreiben. Die Angst vor Stigmatisierung bei Depression oder Burn-out treibt viele dazu, sich erst sehr spät zur Krankheit zu bekennen.

Die Erkrankung des Einzelnen sollte nicht nur das engste Umfeld interessieren, sondern die ganze Gesellschaft. Denn die Kosten für das Gesundheitssystem steigen seit Jahren, Fehlzeiten haben enorme Auswirkungen auf die Volkswirtschaft.

Burn-out und Depression müssen also als Erkrankung ernster genommen werden - aber nicht erst, wenn die Arbeitnehmer bereits krank sind.

Vielmehr muss präventiv gehandelt werden - doch wenn auch die Bundesregierung, wie jetzt wieder in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken geschehen, keinen Handlungsbedarf sieht, werden sich auch Arbeitgeber kaum um die psychische Gesundheit kümmern.

Appelle der Bundesregierung, Betriebe könnten mit eigenen Strategien für ihre Mitarbeiter bereits jetzt aktiv werden, verhallen so - ungehört.

Lesen Sie dazu auch: Immer mehr psychische Erkrankungen im Job

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Kommentare
Armin Kunde 02.05.201216:40 Uhr

Der Stressfalle entgehen durch gezieltes Anwenden von bewährten Techniken

Ich hatte früher als Mit-Geschäftsführer eines größeren Industrieunternehmens im Arbeitgeberverband mich für ein modernes Personalwesen einzusetzen. Es war oftmals ein schwieriges Unterfangen den Kollegen zu erklären, dass die Gesundheitsfürsorge für alle Mitarbeiter eine wichtige Rolle in der Unternehmensführung spielt. Die "Un-Fürsorge" gegenüber den Mitarbeitern ist eine der Managementsünden! Wie schnell wurde gesagt, wenn ein Mitarbeiter mit einer Erkältung zu Hause sich auskurierte, "der/ die bleibt aber auch wegen jeder Kleinigkeit zu Hause". Bleibt der Mitarbeiter am Arbeitsplatz mit der Erkrankung, wird vom "Vor"-gesetzten gesagt: "Mein Gott, gehen Sie doch nach Hause. Sie steckern noch alle anderen an!"- Insofern ist Frau Gieseke voll zuzustimmen,wenn sie schreibt, Betriebe könnten mit eigenen Strategien aktiv werden. In der Anlage schicke ich meine Zusammenstellung von Techniken, um der Stressfalle, dem Burn-Out etc. frühzeitig zu begegnen. Mit besten Grüssen Armin Kunde

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