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Herz von allen Seiten im Ultraschall, CT und MRT

MANNHEIM (skh). Die kardiologische Diagnostik wird durch neue bildgebende Verfahren immer präziser. Dazu gehören Ultraschalluntersuchungen per Gewebedoppler, dreidimensionale CT in Sekundenschnelle und die Darstellung von infarziertem Myokard mit MRT.

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Bildgebende Verfahren zur Herzdiagnostik sind ein Schwerpunktthema bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

Die Echokardiografie ist inzwischen seit mehr als 50 Jahren verfügbar, erinnerte der Tagungspräsident Professor Werner Daniel, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie der Universität Erlangen, gestern in Mannheim. Fortschritte gibt es besonders etwa bei der Analyse der myokardialen Wandbewegung per Gewebedoppler.

Ultraschnell und gleichzeitig hochauflösend ist die CT geworden. Mit 64-Zeilen-Spiral-CT oder mit Doppelröhren-CT (Dual Source-CT) dauert es je nach Körperregion nur noch acht bis zwölf Sekunden, um Aufnahmen für dreidimensionale Bilder in hoher Auflösung zu bekommen. Die CT-Angiografie mit Kontrastmittel habe sich zudem bei der KHK-Früherkennung bei Patienten etabliert, die noch keine Symptome haben, sagte Daniel. In Zukunft könnten CT-Untersuchungen einen Teil der invasiven Katheterangiografien zum Ausschluss einer KHK ersetzen.

Die Möglichkeiten der MRT seien inzwischen nicht mehr nur auf die exakte Darstellung von Morphologie, Durchblutung und Pumpfunktion des Herzens beschränkt. Mit einem speziellen Messverfahren (Late Enhancement) könne inzwischen vitales von infarziertem Myokardgewebe mit hoher Genauigkeit unterschieden werden. Trotz der großen Fortschritte bei CT und MRT bleibe aber die Koronarangiografie per Katheter vorerst unverzichtbar, so Daniel.

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