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Herzinsuffizienz ist häufigster Grund für Klinikeinweisungen

NEU-ISENBURG (ob). Heute startet die erste Folge unserer diesjährigen Sommer-Akademie. An den Anfang haben wir das Thema Herzinsuffizienz gestellt, mit dem niedergelassene Ärzte zunehmend konfrontiert sind.

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Die Zahl der in Deutschland an Herzinsuffizienz erkrankten Menschen wird auf etwa 1,8 Millionen geschätzt. Pro Jahr sterben etwa 50 000 Betroffene an dieser Erkrankung. Jährlich kommen bis zu 300 000 Neuerkrankungen hinzu. Das Statistische Bundesamt weist für das Jahr 2006 Herzinsuffizienz als häufigsten Grund für Klinikeinweisungen aus.

In den letzten zwei Jahrzehnten sind große Fortschritte in der Diagnostik und Therapie bei Herzinsuffizienz erzielt worden. Inzwischen gibt es ein ganzes Arsenal von medikamentösen und apparativen Therapiemöglichkeiten, mit denen die durch Herzinsuffizienz verkürzte Lebenserwartung deutlich erhöht werden kann. Allerdings werden die vorhandenen Möglichkeiten vor allem im niedergelassenen Bereich noch nicht voll ausgeschöpft.

Das belegen aktuell in "European Heart Journal" online publizierte Daten einer europaweiten Erhebung bei 6887 Ärzten, darunter Kardiologen und Internisten sowie knapp 3000 Hausärzte (331 aus Deutschland). Jeder Kollege hatte in einem umfangreichen Fragebogen Auskunft über seine Einstellung zur Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz gegeben.

Wie sich zeigte, stellen noch immer viele Hausärzte die Diagnose allein aufgrund der Symptome und Beschwerden. Die Leitlinien fordern aber den objektiven Nachweis der linksventrikulären Dysfunktion mit bildgebenden Verfahren wie Echokardiografie. Als medikamentöse First-Line-Therapie bei Patienten mit Herzinsuffizienz werden heute ACE-Hemmer empfohlen. Entgegen dieser Empfehlung favorisierten viele der befragten Ärzte Diuretika als initiale Behandlungsoption. Auch bei Betablockern gab es noch zu große Zurückhaltung.

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