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Seuchenbehörde

Höchststand bei Masernfällen in den USA

Angesichts mehrerer Masernausbrüche ruft die US-Seuchenbehörde CDC zu Impfungen auf.

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WASHINGTON. Angesichts der steigenden Zahl an Masern-Fällen in den USA appellieren die „Centers for Disease Control an Prevention“ (CDC) eindringlich an die Bevölkerung, für Impfschutz zu sorgen. In diesem Jahr seien 704 Masern-Fälle in 22 der 50 US-Bundesstaaten registriert worden, sagte CDC-Impfschutz-Direktorin Dr. Nancy Messonnier am Montag.

Das sei der höchste Stand, seit im Jahr 2000 die Elimination von Masern in den USA erklärt worden war. Vor allem Kinder seien betroffen. Neun Prozent der Masernkranken mussten stationär behandelt werden; drei Prozent hätten Pneumonien als Folgekomplikationen. Ein weiterer Anstieg der Erkrankungszahlen sei zu erwarten.

Der Masern-Ausbruch im US-Staat Washington sei inzwischen abgeklungen, ein Ausbruch in New York City und dem umgebenden Bundesstaat allerdings noch nicht unter Kontrolle, betont Messonnier. Je länger dieser Ausbruch andauere, umso größer sei die Gefahr, dass Masern sich wieder in den USA festsetzten.

Bisher werden Masern dort vor allem aus anderen Ländern importiert. Aktuell hätten insgesamt 44 Mal Personen die Erkrankung in die USA eingeschleppt, und zwar vor allem aus der Ukraine, Israel und den Philippinen. 90 Prozent der Reisenden seien nicht geimpft gewesen.

Besonders in religiösen Gemeinden in New York seien die Erreger auf viele Ungeimpfte getroffen. Dort seien die Impfraten wegen gezielter Fehlinformationen besonders niedrig. Die CDC warnen: Ein Masern-Infizierter kann schon vier Tage vor Auftreten des Ausschlags andere Menschen anstecken. Und wenn ein Masernkranker ein Zimmer mit zehn ungeschützten Menschen betritt, dann würden neun von ihnen an Masern erkranken.

Gemessen an der Bevölkerung gibt es in Deutschland zurzeit mehr Masernfälle. Knapp halb so viele Erkrankungen wie in den USA wurden bei uns 2019 registriert, allerdings gibt es dort viermal so viele Einwohner. (dpa/eis)

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