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THERAPIE

Hohe Viruszahl: Therapie-Start!

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Hauptziel der Therapie von Patienten mit chronischer Hepatitis B ist die Progressionshemmung. Damit soll eine Zirrhose mit Dekompensation und ein hepatozelluläres Karzinom (HCC) verhindert werden. Denn schon ab einer Viruskonzentration über 104 Kopien/ml ist das HCC-Risiko deutlich erhöht. In der neuen S3-Leitlinie hat es daher einen Paradigmenwechsel für den Therapie-Start gegeben: Bei mehr als 104 Kopien/ml wird jetzt die Therapie begonnen - auch bei normalen GPT-Werten.

Als Therapeutika sind Interferon alfa und die Hemmstoffe der Virus-Polymerase Adefovir (Hepsera®), Entecavir (Baraclude®), Telbivudin (Sebivo®) und Lamivudin verfügbar. Die Auswahl der Arznei richtet sich individuell etwa nach der Höhe von HBV-DNA und GPT oder des Virus-Genotyps (hub).

Die Leitlinie gibt es im Internet, im Bereich "Download-Center" bei www.kompetenznetz-hepatitis.de als PDF zum Herunterladen

Lesen Sie dazu auch: Sind die GPT-Werte erhöht, sollte ein Test auf Hepatitis B und C erfolgen Epidemiologie: Leberinfektion meist unbekannt Impfung schützt vor Hepatitis B

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