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Hoher Puls und Arrhythmien gefährden Achterbahn-Fahrer

BARCELONA (Rö). In letzter Zeit wurde von einigen plötzlichen Todesfällen bei Achterbahnfahrten berichtet. Daten aus Deutschland lassen auf die mögliche Ursache schließen: starker Anstieg der Pulsfrequenz und Arrhythmien.

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Dr. Jürgen Kuschyk von der Universität Mannheim und seine Kollegen haben Teilnehmer auf der Achterbahn des Freizeitparks Haßloch untersucht. Die 34 Männer und 21 Frauen waren im Schnitt 28 Jahre alt. Bei ihnen wurde vor, während und nach der Fahrt ein 12-Kanal-Holter-EKG geschrieben. 30 Teilnehmer hatten noch nie in einer Achterbahn gesessen, acht hin und wieder, 17 schon häufiger.

Die Fahrt dauert 120 Sekunden, mit einem Anstieg von 62 Metern und einem freien Fall von 4 Sekunden. Die maximale Geschwindigkeit betrug dabei 120 km/h. Die Resultate haben die Forscher jetzt beim Welt-Kardiologen-Kongreß in Barcelona vorgestellt. Die mittlere Herzfrequenz in Ruhe lag bei 89 pro Minute. 64 Sekunden nach dem Start hatte die Frequenz mit durchschnittlich 155/Min ihr Maximum erreicht.

Dabei gab es signifikante Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Bei Frauen stieg die Herzfrequenz auf 165/Min und damit wesentlich stärker als bei Männern, die einen Wert von 149/Min erreichten. Bei 24 der 55 Teilnehmer wurden zudem Sinus-Arrhythmien registriert, die bis zu fünf Minuten nach der Fahrt anhielten.

Die Herzfrequenz-Anstiege könnten bei Herzinsuffizienz oder strukturellen Herzerkrankungen gefährlich werden, so die Forscher. Solche Patienten sollten nicht Achterbahn fahren. Möglicherweise sei es ratsam, Achterbahnen mit automatischen Defibrillatoren auszustatten.

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