Kniearthrose

Hüpfen bessert Knorpelstruktur

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JYVÄSKYLÄ. Ein Aerobic-Programm mit kleinen Sprüngen wirkte sich in einer Studie positiv auf eine leichte Kniearthrose aus. Bei den beteiligten postmenopausalen Frauen fanden die Forscher vor allem eine verbesserte Knorpelstruktur im MRT.

Die finnischen Forscher um Jarmo Koli von der Universität Jyväskylä ließen die insgesamt 80 Frauen dreimal wöchentlich über insgesamt zwölf Monate ein aerobes Spezialtraining absolvieren (Med Science Sports Exercise 2015; online 9. Februar).

Jede Trainingseinheit bestand aus drei Phasen: ein 15-minütiges Warm-Up, dann 25 Minuten Aerobic mit Spring- und Step-Übungen und eine 15-minütige Entspannungsphase. Die Trainingsintensität wurde nach drei Monaten gesteigert. Dabei wurden die zu überspringenden Schaumstoffhürden und Stepp-Bretter von ursprünglich 5 cm beziehungsweise 10 cm graduell auf 20 cm erhöht.

Wie die Forscher resümieren, hat das Übungsprogramm die Knorpelqualität deutlich verbessert. Die Impact-Übungen hätten den Patellaknorpel in wünschenswerter Weise stimuliert.

Dies zeige sich, so die Autoren, in der verbesserten Struktur der Kollagenfasern und im Wassergehalt (T2- Relaxationszeit).Keine wesentlichen Verbesserungen fanden die Forscher bei den Knee Injury and Osteoarthritis Outcome Score (KOOS)-Parametern Schmerz, Symptome und Funktion, ebenso wenig bei der Lebensqualität.

Dagegen schnitt die Aerobic-Gruppe im Parameter "maximale Knieextension", gemessen mit einem Dynamometer-Stuhl, deutlich besser ab, ebenso im Hinblick auf die kardiorespiratorische Fitness, ausgedrückt als maximales Sauerstoff-Minutenvolumen VO2max. Letzteres hatten die Wissenschaftler mit einem standardisierten Gehtest über 2 km gemessen. (eo)

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