Direkt zum Inhaltsbereich

IQWiG: Nutzen von PET beim Ovarial-Ca unklar

NEU-ISENBURG (eb). Der Nutzen der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) allein oder in Kombination mit einer Computertomografie (CT) für Patientinnen mit einem Ovarialkarzinom lässt sich mangels Studien derzeit nicht beurteilen.

Veröffentlicht:

Zu diesem Schluss kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seinem Vorbericht.

Tumoren im Bereich der Eierstöcke werden häufig erst spät entdeckt. Experten hoffen, dass eine Untersuchung mit PET oder PET/CT alleine oder in Kombination mit anderen Methoden besser in der Lage ist, bei einem Verdacht auf Eierstockkrebs zwischen bösartigen und gutartigen Tumoren zu unterscheiden.

Sie könnte dabei helfen, Tumoren in das korrekte Stadium einzuteilen, besser zu beurteilen, ob sie auf eine Therapie ansprechen sowie früher und mit höherer Gewissheit feststellen zu können, ob ein Rezidiv oder eine Tochtergeschwulst aufgetreten ist.

Bis zum 15. August 2011 können schriftliche Stellungnahmen zum Vorbericht abgegeben werden, teilt das IQWiG mit.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Brustkrebsfrüherkennung

Wie effektiv ist das Mammografiescreening in Europa?

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 19.07.201117:39 Uhr

Cui bono?

Es ist völlig legitim, von Seiten des IQWiG zu fragen, welchen Nutzen PET-Untersuchungen beim Ovarialkarzinom im Rahmen d i a g n o s t i s c h e r Überlegungen und in puncto Spezifität, Sensitivität, Signifikanz und Relevanz darstellen. Oder ob sie vielleicht eher redundant sind.

Aber es ist ebenso verbreitet wie unlogisch zu untersuchen, welche direkten Auswirkungen eine d i a g n o s t i s c h e Maßnahme oder deren Unterlassung auf den V e r l a u f bzw. die S t e r b l i c h k e i t einer Erkrankung hat, da das Krankheitsgeschehen und die Mortalität wesentlich mehr vom t h e r a p e u t i s c h e n Procedere bzw. vom natürlichen Spontanverlauf der Morbiditäten beeinflusst wird.

Sonst müssten wir a l l e Einflussfaktoren auf Krankheitsverläufe gleichermaßen berücksichtigen und bewerten: Z. B. Kittelfarbe des Arztes/der Ärztin, Art und Qualität der Krankenhausbetten bzw. des Fußbodenbelages, Farb- und Bildgestaltung von Praxis- und Klinikeinrichtung, Einfluss der Fenstergröße und Bedienbarkeit auf die Suizidalität, Einfluss der Grundstimmung von Klinik- und Praxispersonal auf die Depressivität (nicht nur bei den Patienten), Einfluss von Arbeitszufriedenheit und "work-life-balance" auf das Patienten-"Outcome", Terminvergabe- und Akzeptanzverhalten in der Rezeption, usw. usf.

Ich warte geradezu auf den statistischen Nachweis und die entsprechende IQWiG bzw. G-BA-Bewertung, dass die Mortalität in elektrisch betriebenen Krankenhausbetten signifikant höher als in mechanisch zu bedienenden ist. Denn die schwerer und ernster Erkrankten bedürfen überzufällig häufiger einer elektrischen Antriebsunterstützung.

Aber die Erwartungen von IQWiG und G-BA, dass jegliche bezahlbare Diagnostik auch gleich Krankheitsverläufe und Mortalität signifikant positiv oder negativ mitbeeinflussen müsse, halte ich für überzogen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Aktuelle explorative Ad-hoc-Analysen der Studien SPOTLIGHT und GLOW: mOS vor und nach Zensierung†

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

CLDN18.2+, HER2− Adenokarzinom des Magens/gastroösophagealen Übergangs

Mit optimiertem Therapiemanagement den Behandlungserfolg mit Zolbetuximab unterstützen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Astellas Pharma GmbH, München

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Elternzeit, Krankheitsvertretung und Co.

Befristete Arbeitsverträge: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

Ernährungsberatung

Schilddrüse: Vegane Ernährung verschärft Jodmangel

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Lesetipps
Ein Stapel mit vielen Büchern

© Frank Rumpenhorst/dpa

State-of-the-Art

Was in den Praxisempfehlungen und Leitlinien der DDG neu ist

Blick über die Schulter eines Trompeters, der ein Konzert spielt.

© Kitreel / Stock.adobe.com

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte