Barmer-Vergleich

Im Osten geht‘s häufiger zum Zahnarzt

Menschen in Ostdeutschland suchen öfter eine Zahnarztpraxis auf als dies die Bürger im Westen tun. Das geht aus dem „Zahngesundheitsatlas“ der Barmer hervor.

Veröffentlicht: 11.07.2019, 13:26 Uhr
Im Osten geht‘s häufiger zum Zahnarzt

In Sachsen gingen 2017 verhältnismäßig die meisten Menschen zum Zahnarzt.

© pressmaster / stock.adobe.com

BERLIN. In Deutschland gibt es nach einer Auswertung der Barmer starke regionale Unterschiede bei der Zahnversorgung.

Das geht aus dem „Zahngesundheitsatlas“ der Krankenkasse hervor, der an diesem Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Auswertung der Barmer bezieht sich auf das Jahr 2017.

Demnach gab die Kasse in den östlichen Bundesländern 2017 für jeden Versicherten im Mittel rund 1300 Euro für Zahnersatz wie Kronen oder Implantate aus. In westlichen Bundesländern seien es dagegen fast 1900 Euro gewesen, heißt es in dem Bericht. Im Bundesdurchschnitt koste Zahnersatz für jeden Versicherten im Mittel rund 1500 Euro.

Ostdeutsche häufiger beim Zahnarzt

Der Studie zufolge gehen Versicherte in Ostdeutschland auch häufiger zum Zahnarzt als im Westen. Spitzenreiter sei Sachsen: Mehr als drei Viertel (77,1 Prozent) der dort lebenden Menschen seien 2017 mindestens einmal beim Zahnarzt gewesen, im Saarland dagegen nur 65,2 Prozent, heißt es in dem Bericht (siehe nachfolgende Tabelle).

Auch bei Vorsorgeuntersuchungen sind ostdeutsche Bundesländer vorn dabei. So sei Thüringen Spitzenreiter bei der zahnärztlichen Früherkennung für Kinder zwischen sechs und 18 Jahren. Hier gingen laut Barmer gut 72 Prozent aller Sechs- bis 18-Jährigen zur Vorsorgeuntersuchung. In Bremen waren es demnach nur rund 55 Prozent, im Bundesschnitt 66 Prozent.

„Ein Grund für die Ost-West-Unterschiede könnte im traditionell höheren Präventionsverhalten in den östlichen Bundesländern liegen“, sagte Barmer-Chef Christoph Straub den Funke-Zeitungen.

Es müsse jedoch noch weiter geforscht werden: „Denn viele Ergebnisse lassen sich aus rein zahnmedizinischer Sicht nicht erklären.“ (dpa)

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