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Rheinland-Pfalz

Impfaktion an katholischem Gymnasium sorgt für Kritik

Vier Mediziner hatten am Theresianum in Mainz rund 160 Schüler geimpft. Landesärztekammer und KV halten die Aktion für unangemessen.

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Mainz. Eine Corona-Impfaktion bei Schülern eines privaten Gymnasiums des Bistums Mainz sorgt für Empörung. Landesärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung kritisieren die Aktion, bei der dem Vernehmen nach vier Mediziner rund 160 Schüler ab 16 Jahren den Piks gesetzt haben sollen. Das Bistum Mainz hat dagegen Verständnis für die Elterninitiative, die die Impfungen organisiert hat.

„Das Impfangebot am Theresianum versteht sich als Zeichen dafür, dass auch junge Menschen, die von den Lockdown-Maßnahmen besonders getroffen wurden, das Recht haben, nicht als Letzte geimpft zu werden“, heißt es in einer Stellungnahme des Bistums vom Donnerstag. Kirchenmittel seien dafür nicht geflossen.

Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) mahnte, solche „offensichtlich allein auf Öffentlichkeitswirkung ausgelegte Aktionen könnten (...) schlimmstenfalls zur Folge haben, dass das nötige Vertrauen und die Akzeptanz für die Impfkampagne sinkt“. Denn für das Vorgehen gebe es nach Rückmeldung vieler Bürger kein Verständnis.

„Wir sehen die Impfaktion am Theresianum ausgesprochen kritisch und halten sie zum jetzigen Zeitpunkt für nicht angemessen. Landesweit warten noch Hunderttausende aus den Priorisierungsgruppen 2 und 3 auf ihre Impfung“, sagte der Präsident der Landesärztekammer, Günther Matheis. „Wir sehen die Impfaktion des Mainzer Theresianum (..) sehr kritisch und halten sie zum jetzigen Zeitpunkt für unangemessen“, heißt es auch bei der Kassenärztlichen Vereinigung. Dem Bundesgesundheitsministerium sind solche Fälle nicht bekannt. (dpa)

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