Impfen gegen Windpocken zeigt deutliche Erfolge

WÜRZBURG (eis). In bayerischen Kliniken hat sich die Zahl der Kinder mit schweren Erkrankungen durch das Varizella-Zoster-Virus nach Einführung der Impfung innerhalb von fünf Jahren halbiert.

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Die Impfung hilft: Schwer verlaufende Windpocken lassen sich so ganz leicht vermeiden.

Die Impfung hilft: Schwer verlaufende Windpocken lassen sich so ganz leicht vermeiden.

© Dmitry Naumov / fotolia.com

Seit 2004 wird in Deutschland für alle Kleinkinder die Impfung gegen Windpocken empfohlen. Wie sich der Impfschutz auswirkt, haben Forscher um Dr. Andrea Streng von der Arbeitsgruppe Infektionsepidemiologie der Uniklinik Würzburg untersucht, berichtet der Impfbrief online.

Die Wissenschaftler haben von 2005 bis 2009 in 37 bayerischen Kinderkliniken (3000 Betten) jährlich die Zahl der Kinder im Alter unter 17 Jahren erhoben, die mit einem ICD-10-Code für Varizellen oder für Herpes zoster stationär behandelt wurden.

Insgesamt wurden in den fünf Jahren 1132 Kinder mit schweren Varizellen-Erkrankungen und 340 mit Herpes Zoster registriert.

Bei jedem dritten Varizellen-Patienten hatte es dabei Komplikationen wie Enzephalitiden, Meningitiden und Pneumonien gegeben. Zwei der Kinder waren gestorben.

Inzidenz hat sich nahezu halbiert

Insgesamt nahm die Zahl der stationär wegen Windpocken behandelten Kinder von 251 im Jahr 2005 auf 107 im Jahr 2009 ab.

Hochgerechnet auf die Bevölkerung sank die Inzidenz der stationär behandelten Kinder mit Windpocken von 13,3 pro 100.000 auf 6,7 pro 100.000.

Die Inzidenz stationärer Therapien wegen Herpes zoster nahm von 4,3 auf 3,2 pro 100.000 ab. Wegen des höheren Erkrankungsalters ist hier ein größerer Effekt der Impfung erst in den nächsten Jahren zu erwarten.

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