Info-Paket motiviert Hypertoniker zur Therapietreue

WIESBADEN (grue). Die Compliance von Patienten, die wegen Bluthochdruck medikamentös behandelt werden, kann mit Motivierung, Information und Tabletten-Timern verbessert werden. In einer Praxisstudie war damit die Zeit bis zur Verordnung einer neuen Medikamentenpackung signifikant kürzer als ohne diese Maßnahmen.

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Zielparameter der VALIDE-Studie (Valsartan-vergleichende Erhebung zur Therapietreue) war die Zeit zwischen der ersten und zweiten N3-Verordnung eines Blutdrucksenkers.

An der von Novartis unterstützten Anwendungsbeobachtung haben über 5600 Patienten teilgenommen, die wegen Bluthochdruck erstmals behandelt oder auf ein anderes Medikament umgestellt wurden. Sie erhielten für mindestens sechs Monate den Angiotensin-Rezeptorblocker Valsartan (Diovan®) ohne oder mit Hydrochlorothiazid (CoDiovan®).

Die Hälfte der Patienten bekam dazu ein Informationspaket mit Patientenbroschüre, Tablettentimer, Blutdruckpaß und einem Coupon für ein vergünstigtes Blutdruckmeßgerät.

"Damit unternehmen wir etwas gegen die mangelnde Motivation zur Tabletteneinnahme und die Vergeßlichkeit", sagte Professor Rainer Düsing aus Bonn auf einer Veranstaltung des Unternehmens in Wiesbaden. Beides seien Ursachen für die schlechte Compliance in der Hochdrucktherapie. Sie könne durch verträgliche Medikamente wie die Angiotensin-Rezeptorblocker verbessert werden, aber auch durch ein Info-Angebot.

Die Studie ergab, daß mit diesen Maßnahmen die per Fragebogen ermittelte Therapietreue im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant besser war. Außerdem verkürzte sich die Zeit bis zu nächsten Tablettenverordnung vom durchschnittlich 94 auf 92 Tage. In der Interventions-Gruppe gab es auch weniger verspätete Rezeptanfragen. "Am besten funktionierte die Compliance-Offensive bei Patienten ohne antihypertensive Vorbehandlung", sagte Düsing.

Nun schließt sich eine Studie mit 200 Patienten an. Darin registrieren elektronische Chips auf den Packungen jede Tabletteneinnahme.

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