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Für die FSME-Prävention

Jede Impfung zählt

Um schwerwiegenden Erkrankungen durch FSME vorzubeugen, empfiehlt die STIKO bei Reisen in Endemiegebiete die Impfung, und zwar auch bei Kindern.

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Jede Impfung zählt

© Henrik Dolle / Fotolia

In Deutschland sind im Vergleich zu 2014 vier weitere FSME-Risikogebiete hinzugekommen: der Stadtkreis Hof sowie die Landkreise Ostallgäu und Dachau in Bayern und zudem der Landkreis Greiz in Thüringen (www.rki.de). Insgesamt hat sich die Zahl der offiziell ausgewiesenen Risikogebiete in Deutschland damit auf 146 erhöht.

Sie befinden sich überwiegend in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und im südöstlichen Thüringen. Laut RKI sind 0,1 bis 5 Prozent der Zecken in Endemiegebieten mit dem FSME-Virus infiziert (Zbl Arbeitsmed 2015; 65: 267-269).

Zu den Risikoregionen gehören außer Bayern, Baden-Württemberg sowie Teilen von Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen auch Regionen in Österreich, der Schweiz, Nordost- und Osteuropa sowie Asien, wie das CRM Centrum für Reisemedizin mitteilt. Das höchste FSME-Risiko in Europa mit jeweils mehreren hundert Erkrankungen jährlich gibt es in den Baltischen Staaten, Slowenien und der Tschechien Republik.

Ab dem 3. Lebensjahr

Schützen kann man sich vor einer FSME-Infektion durch Impfung. Die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung bei Exposition in Risikogebieten generell ab dem 3. Lebensjahr. Dabei raten Experten, die Grundimmunisierung bevorzugt in den Wintermonaten vorzunehmen, damit vom Frühjahr an ein sicherer Schutz besteht.

Um den vollen Impfschutz zu erreichen, sind drei Impfungen notwendig: Nach der ersten Dosis folgt ein bis drei Monate später die zweite; die dritte ist fünf bis zwölf beziehungsweise neun bis zwölf Monate danach fällig. Der erste Booster sollte drei Jahre später erfolgen.

Bei älteren Impflingen (> 60 Jahre) sollte nach Herstellerangaben alle drei, ansonsten alle fünf Jahre eine Auffrischimpfung vorgenommen werden.

Wie der Pädiater und Impfexperte Professor Fred Zepp, Universitätsmedizin Mainz, beim Praxis Update in München betonte, ist jedoch nach längeren Impfpausen oder bei irregulären Impfabständen keine erneute Grundimmunisierung erforderlich; dies habe eine Studie mit 1115 Erwachsenen und 125 Kindern belegt (Vaccine 2014; 32(20): 2375-81).

Innerhalb eines Zeitfensters von zehn Jahren gelte, so STIKO-Mitglied Zepp, auch bei der FSME-Impfung der Grundsatz: "Jede Impfung zählt"!

Zudem erkranken allein in Deutschland 60.000 bis 100.000 Menschen pro Jahr neu an Lyme-Borreliose.

Weil es keinen Impfstoff gibt, ist sorgfältiger Schutz vor Zecken wichtig: Reisenden sind lange Hosen und geschlossene Schuhe und Zecken-Repellents zu empfehlen. Am wichtigsten ist die Kontrolle nach dem Ausflug: Besonders Kniekehlen, Achseln, Schambereich, Bauchnabel, Bauchfalten und der Bereich hinter den Ohren sollten gründlich abgesucht werden, empfiehlt das CRM. (eo/ikr)

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