Direkt zum Inhaltsbereich

Kampagne zum Schutz vor Zervixkrebs startet

HAMBURG (fvw). "Tell someone: Ich sag’s weiter - Du auch?" heißt eine bundesweite Aufklärungskampagne zur Vorbeugung von Zervixkrebs. Die Bevölkerung, aber auch Ärzte, sind aufgefordert, weiterzusagen, dass Vorbeugung vor Gebärmutterhalskrebs jetzt mit einer Impfung möglich ist. Und auch bis zum 18. Geburtstag von vielen Kassen bereits bezahlt wird.

Veröffentlicht:

Jetzt sei es an der Zeit, den bislang eher unbekannten Zusammenhang zwischen einer Virusinfektion und einer Krebsentwicklung allen Mädchen und Frauen zu erklären, hieß es bei der Auftaktveranstaltung der von Sanofi Pasteur MSD initiierten Aktion in Hamburg. Gynäkologen, Kinder- und Jugendärzte sowie Hausärzte seien hier gleichermaßen gefordert.

Der erste rekombinante, adsorbierte Impfstoff (Gardasil®) schützt zuverlässig vor zervikalen Präkanzerosen, die durch Humane Papillomviren (HPV) vom Typ 16 und 18 ausgelöst werden. Die beiden Virustypen seien zusammen für über 70 Prozent aller Zervixkarzinome ursächlich, erinnerte Privatdozentin Monika Hampl aus Düsseldorf.

Die Impfung bietet außerdem Schutz vor präkanzerösen vulvären Läsionen und äußeren Genitalwarzen (Condylomata acuminata). Auch geimpfte Frauen sollten regelmäßig zur Krebsvorsorgeuntersuchung gehen, da sich die Impfung nicht gegen alle Krebs auslösenden Viren richte, betonte Hampl.

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt jetzt die Impfung gegen HPV für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Die STIKO empfiehlt den Abschluss der Dreimal-Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Der Impfschutz besteht zumindest für fünf Jahre. Ob danach eine weitere Impfung notwendig sein wird, kann nach Angaben von Dr. Ralf Ehret vom Unternehmen erst in fünf Jahren gesagt werden, dann, wenn die Zehn-Jahres-Daten vorliegen.

Bis zum 4. April findet die erste von drei Aktionswochen statt. Die nächste Aktion ist im Juni. Auch Ärzte können daran teilnehmen. Für sie gibt es zum Beispiel Hilfen für Vortragsveranstaltungen zum Thema HPV und Zervixkrebs. Außerdem gibt es Poster fürs Wartezimmer und Info-Broschüren. An einem Fotowettbewerb um das beste "Ich sag‘s weiter"-Foto kann jeder noch bis Ende Mai teilnehmen.

Ärzte, die an den Aktionswochen teilnehmen möchten, erhalten Infos unter Tel.: 0 61 51 / 3 60 87 91; Fax: -/3 60 87 99

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Netzwerk-Metaanalyse

Prävention des Chemotherapie-induzierten Hand-Fuß-Syndroms

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Das könnte Sie auch interessieren
Kommission fordert Grippeimpfung auch für gesunde Kinder

© Getty Images

STIKO-Empfehlungen

Kommission fordert Grippeimpfung auch für gesunde Kinder

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Junge Frau spricht mit einer Freundin im Bus

© Getty Images

Update

Impflücken bei Chronikern

Chronisch krank? Grippeimpfung kann Leben retten

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Grippeschutz in der Praxis – Jetzt reinhören!

© Viatris-Gruppe Deutschland

Update

Neue Podcast-Folgen

Grippeschutz in der Praxis – Jetzt reinhören!

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update der S3-Leitlinie

Neue Empfehlung in der Sepsis-Therapie

Lesetipps
Apixaban, ein orales Antikoagulans zur Behandlung und Vorbeugung von Blutgerinnseln sowie zur Vorbeugung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern.

© Soni's / stock.adobe.com

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?