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Kardiale Wirkung von NSAR wird untersucht

AMSTERDAM (gvg). Ist das kardiovaskuläre Risiko bei einer Behandlung mit dem COX-2-Hemmer Etoricoxib so hoch wie bei einer Therapie mit Diclofenac? Dies wird im MEDAL-Studienprogramm untersucht. Die Basisdaten sind jetzt auf dem Europäischen Rheumatologenkongreß (EULAR) in Amsterdam vorgestellt worden.

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In vielen retrospektiven Studien gibt es Hinweise, daß nicht-steroidale Antirheumatika - selektive wie nicht-selektive - bei Dauertherapie das kardiovaskuläre Risiko leicht erhöhen. Das MEDAL-Programm (Multinational Etoricoxib versus Diclofenac Arthritis Long Term) des Herstellers Merck (in Deutschland MSD) soll jetzt prospektive Daten für Etoricoxib (Arcoxia®) liefern. Darin soll gezeigt werden, daß das gastrointestinal besser verträgliche Coxib dem klassischen Antirheumatikum Diclofenac nicht unterlegen ist.

MEDAL besteht aus drei randomisiert-kontrollierten Studien, an denen in 38 Ländern 34 701 Patienten teilnehmen. Dr. Desiree van der Heijde von der Universität Maastricht stellte die Basisdaten in Amsterdam auf einem Poster vor: Demnach haben zwei Drittel der Patienten im MEDAL-Programm eine Arthrose. Ein Drittel hat eine rheumatoide Arthritis. Auch Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen oder mit Herzinfarktanamnese nehmen an dem Programm teil.

Therapiert wird entweder mit Etoricoxib in einer Dosierung von 60 oder 90 Milligramm pro Tag oder mit Diclofenac in einer Dosierung von 150 Milligramm pro Tag. Bei Patienten, die zur Sekundärprophylaxe für kardiovaskuläre Ereignisse mit Acetylsalicylsäure behandelt werden, wird diese Therapie fortgeführt.

Damit die statistische Signifikanz der Studienergebnisse gewährleistet ist, müssen über 600 thromboembolische kardiovaskuläre Ereignisse auftreten. Deshalb geht das Studienteam davon aus, daß mindestens 15 000 Patienten länger als 18 Monate und mindestens 12 000 länger als 24 Monate behandelt werden müssen.

Diese Annahme beruht auf Ergebnissen der VIGOR-Studie: Darin zeigten sich die Unterschiede in der kardiovaskulären Ereignisrate zwischen dem vom Markt genommenen Rofecoxib und der Vergleichssubstanz Naproxen erst nach 18 Monaten.

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