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Katheterablation führt meist zu stabilem Sinusrhythmus

MÜNCHEN (gvg). Bei der elektrischen Ablation von Vorhofflimmern bestehen gute Chancen, das Problem dauerhaft zu beseitigen. Die Kehrseite allerdings ist eine Komplikationsrate, die offenbar höher liegt als bisher angenommen.

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Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage, für die mehr als 700 Einrichtungen, die Katheterablationen vornehmen, weltweit angeschrieben wurden.

Bei der kathetergestützten Ablation von Vorhofflimmern wird versucht, arrhythmogene Zentren im Bereich der Mündung der Pulmonalvenen in den linken Vorhof zu beseitigen, indem elektrische Hochfrequenzimpulse gesetzt werden.

Auf die Umfrage, die von Dr. Riccardo Cappato von der Universität Mailand auf dem Europäischen Kardiologie-Kongreß in München vorgestellt wurde, kamen Antworten aus einem Viertel der angeschriebenen Einrichtungen. Die mittlere Nachbeobachtungszeit bei den im Durchschnitt 50jährigen Patienten betrug etwa elf Monate. Die durchschnittliche Zahl der Prozeduren pro Zentrum zwischen 1995 und 2002 war 37, doch schwankte die Zahl zwischen einer und über 600 Interventionen pro Einrichtung.

Bei gut der Hälfte der Patienten lag nach der Ablation ein stabiler Sinusrhythmus vor. Bei einem weiteren Viertel konnte ein Sinusrhythmus mit einem Medikament aufrecht erhalten werden, welches zuvor nicht gewirkt hatte. Dem steht eine Komplikationshäufigkeit von sechs Prozent gegenüber.

Das sind deutlich mehr als die ein Prozent, die von hochspezialisierten Zentren bisher in klinischen Studien angegeben wurden. Unter den Komplikationen waren bei insgesamt 8745 Patienten immerhin vier Todesfälle während der Intervention. Es kam 107 mal zu einer Perikardtamponade, 84 mal zu Komplikationen an der Einstichstelle und bei 134 Patienten zur Verengung der Pulmonalvenen im Gebiet der Elektroablation.

Cappato hält es für wahrscheinlich, daß die tatsächliche Komplikationsrate sogar noch höher als sechs Prozent liegt, da es sich um eine freiwillige Umfrage handelte. "Insgesamt sind diese Ergebnisse alles andere als befriedigend", so Cappatos Fazit.



STICHWORT

Katheterablation

Bei der Katheterablation wird über einen Katheter Myokard mit pathologischen Leitungsstrukturen durchtrennt, von denen Herzrhythmusstörung ausgehen. Die erst mit Gleichstrom vorgenommenen Ablationen wurden Anfang der 90er Jahre von der Hochfrequenzablation abgelöst, die komplikationsloser ist und bessere Ergebnisse hat. Die Katheterspitze wird dabei auf etwa 70° C erwärmt.

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