Klares Votum für HPV-Impfung von Gynäkologen

DÜSSELDORF (fvw). Die zwei in zeitlich engem Umfeld mit einer HPV-Impfung aufgetretenen Todesfälle wurden auch auf dem Fortbildungskongress der Frauenärztlichen Bundesakademie diskutiert. Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe forderten die Kollegen ganz klar dazu auf, weiterhin uneingeschränkt gegen humane Papillomviren (HPV) zu impfen.

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Nahezu jeder behandelnde Arzt hat mittlerweile in seiner Praxis mit verängstigten Patientinnen in puncto HPV-Impfung zu tun. Der Mainzer Gynäkologe Dr. Werner Harlfinger hält diese Angst jedoch für unbegründet.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat am 18. Februar als oberste Überwachungsbehörde für Impfstoffe festgehalten, dass beide Todesfälle auch bei intensiver Untersuchung einschließlich gerichtsmedizinischer Obduktion und biochemischer Analysen in keiner Weise im kausalen Zusammenhang mit den HPV-Impfungen stehen.

Das PEI, die europäische Arzneimittelagentur EMEA und die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta in den USA empfehlen weiter uneingeschränkt die HPV-Impfung, so Harlfinger auf einem Symposium des Unternehmens GlaxoSmithKline in Düsseldorf.

Die beiden Todesfälle nach HPV-Impfung seien als "plötzlicher ungeklärter Tod" eingestuft. Bei einem "plötzlichen ungeklärten Tod" handle es sich um sehr seltene Ereignisse, die in jeder Altersgruppe auftreten. Laut Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes gab es im Jahre 2006 in Deutschland in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen 58 Todesfälle unklarer Ursache, darunter 22 Frauen. Das entspricht bei einer Gesamtzahl von 2,3 Millionen Frauen in diesem Alter einem Verhältnis von 1 pro 100 000.

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