Kommentar – Zuckerreduktion

Klöckners neue (Ein-)Sicht

Von Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht: 17.10.2018, 13:01 Uhr

Für Bundesernährungsministerin Julia Klöckner sind die Themen Zuckerreduktion, Kennzeichnungspflicht, Strafsteuer und Werbeverbote eine echte Gratwanderung. Das zeigte einmal mehr der 2. AOK-Zuckerreduktionsgipfel, auf dem sie am Mittwoch ihren Vortrag mit "Essen ist Privatsache. Wann der Staat sich trotzdem einmischen muss" überschrieben hatte.

Einerseits setzt sie weiterhin auf Freiwilligkeit, andererseits will sie Zucker und süßende Zutaten in Säuglings- und Kindertees verbieten. Ähnliches soll auch für Kindermilch-Produkte gelten.

Es ist dieselbe Ministerin, die noch vor Monaten erklärt hatte, dass sie weder "Geschmackspolizei" sein, noch jemandem vorschreiben wolle, was er täglich essen solle.

Egal! Die von ihr und der Ernährungsindustrie unterzeichnete Grundsatzvereinbarung für Fertigprodukte ist ein erster Schritt. Ein Schritt in die Richtung, gesündere Lebensmittel zu entwickeln und verbindliche Standards für die Kita- und Schulverpflegung aufzustellen. Das fordert die Allianz Nichtübertragbare Krankheiten schon lange.

Lesen Sie dazu auch: Viel zu süß: So will Deutschland den Zuckerberg bezwingen

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