Kombigerät zur Therapie mit Stoßwellen

BADEN-BADEN (ner). Bei der süddeutschen Orthopäden-Tagung in Baden-Baden ist erstmals ein kombiniertes Stoßwellentherapie-Gerät vorgestellt worden. Damit können Patienten sowohl hochenergetische fokussierte Stoßwellen (ESWT, extrakorporale Stoßwellentherapie) als auch radiale, niederenergetische Druckwellen (RSWT) verabreicht werden.

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Vorzug des kombinierten Gerätes mit der Bezeichnung Duolith SD1 sei es, daß der Therapeut sowohl Muskelpartien bearbeiten könne - zum Beispiel bei Verspannungen im Nacken-Schulter-Bereich -, als auch knochennahe Bereiche, hieß es bei einer Pressekonferenz des Unternehmens Storz Medical in Baden-Baden. Viele orthopädische Erkrankungen im Bereich der Sehnenansätze gingen zugleich mit einer Verkürzung der Muskulatur einher, so Dr. Ulrich Dreisilker aus Velbert.

Mit dem Kombinationsgerät könne man etwa bei einem Patienten mit Tennisellenbogen die Triggerpunkte mit der Stoßwelle behandeln und in einem weiteren Schritt die muskulären Partien mit den radialen Druckwellen, so Velbert.

Typische Anwendungsmöglichkeiten seien darüber hinaus die Plantarfasziitis, Verkürzungen der Achillessehne bei Sportlern oder die Chondropathia patellae, sagte Dreisilker.

Die fokussierten, hochenergetischen Stoßwellen werden elektromagnetisch erzeugt und haben eine Eindringtiefe von bis zu 6,5 cm. Die radialen, niederenergetischen Druckwellen werden mit Hilfe von Druckluft erzeugt.

Durch Aufprall eines Projektils auf den Applikator entstehen akustische Wellen, die in das Schmerzareal eingeleitet werden. Diese Druckwellen dringen bis zu 2,5 cm ins Gewebe ein und sind für die Behandlung bei oberflächennahen, chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates geeignet.

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