Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Krebsimpfung mit schlechtem Image

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Zu den Impfungen mit der geringsten Akzeptanz in Deutschland gehört der Schutz gegen Humane Papillomaviren (HPV). Nur knapp jedes dritte zwölf bis 17 Jahre alte Mädchen - diesem Personenkreis wird die Impfung empfohlen - erhält auch den Schutz zur Prävention von Zervix-Ca. Dadurch werden große Chancen zur Krebs-Prophylaxe vergeben.

Nach neuen Studiendaten ist die Wirksamkeit der Impfstoffe sogar besser als ursprünglich angenommen. Über 90 Prozent der krebsverursachenden HPV-Infektionen und die dadurch hervorgerufenen Läsionen können damit vermieden werden.

Die Impfung - die bereits in vielen Ländern breit empfohlen wird - könnte bei uns künftig etwa tausend Frauen pro Jahr das Leben retten. Schon jetzt werden damit Krebsvorstufen und in Folge Konisationen verhindert.

Vor drei Jahren hat der Streit um angeblich fehlende Wirksamkeitsnachweise der Impfung die Bevölkerung stark verunsichert. Die in einer Kampagne von 13 Wissenschaftlern geäußerten Bedenken sind seither alle mehr oder weniger entkräftet worden.

Es ist daher an der Zeit, die Aufklärung zur Krebsprävention zu verstärken. Jeder Kontakt mit einem weiblichen Teenager sollte dazu genutzt werden.

Lesen Sie dazu auch: J1-Untersuchung ist gute Gelegenheit zur HPV-Impfung

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Gut organisiert in die Grippesaison starten

© Abraham Gonzalez Fernandez | Getty Images

Impfmanagement

Gut organisiert in die Grippesaison starten

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

© Lu ShaoJi | Getty Images

Grippeimpfstoff-Forschung

Influenzaimpfung: Technologie, Evidenz und Empfehlung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Abb. 1: Ofatumumab-Konzentrationen in der Muttermilchh

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

Flexiblere Familienplanung durch kürzere Kontrazeptionszeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Akute Belastung versus chronische Schäden

Marathonläufer sollten ihren Nierenstatus kennen

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt