Kritik an Bericht und Manifest zur HPV-Impfung

LEIMEN (eb). Der Artikel "Schnellschuss mit fehlender Präzision" in der "Süddeutschen Zeitung" vom 26. 11. 2008 und das Manifest einiger Kritiker machten irreführende Angaben zur Wirksamkeit von Gardasil® bei der Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs, kritisiert das Unternehmen Sanofi Pasteur MSD.

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Mädchen und Eltern sollten sich davon nicht verunsichern lassen, sondern mit ihrem Arzt über die Impfung sprechen. Sie kann Krankheit vorbeugen und Leben retten.

Die Gesundheitsbehörden in Deutschland, in 17 weiteren Ländern Westeuropas sowie in den USA, Kanada und Australien empfehlen Mädchen eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) zur Vorbeugung von Zervix-Ca. In klinischen Studien habe der HPV-Impfstoff bei Mädchen und Frauen 98 bis 100 Prozent der von den HPV-Typen 16 oder 18 verursachten Krebsvorstufen (CIN2/3, AIS) verhindert, heißt es in der Mitteilung.

Da diese Viren 70 Prozent allen Gebärmutterhalskrebses in Europa verursachen, sollte die Impfung bis zu 70 Prozent allen Gebärmutterhalskrebses verhindern können. Kleinere Prozentzahlen stammten aus anderen Studiengruppen. Sie beträfen auch solche Krebsvorstufen, die von anderen Typen verursacht worden waren. Oder sie schlossen bereits mit HPV 16 oder 18 Infizierte oder nicht vollständig Geimpfte ein.

Zeitungsartikel und Manifest erweckten den falschen Eindruck, der HPV-Impfstoff könne Gebärmutterhalskrebs nur in sehr viel geringerem Umfang als 70% vorbeugen, obwohl die Daten der Zeitung ausführlich erläutert wurden.

Lesen Sie dazu auch: Harald zur Hausen: Klares Bekenntnis zur HPV-Impfung

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