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Herzstillstand

Kühlung, um zu überleben

Leitlinien empfehlen die Hypothermie nach Herzstillstand, ohne auf solide Daten bauen zu können. Eine der wenigen Studien wurde beim AHA-Kongress vorgestellt.

Veröffentlicht:

LOS ANGELES. Für Patienten mit Herzstillstand außerhalb einer Klinik wird ein Hypothermieziel von 32 bis 34 Grad Körpertemperatur, über 12 bis 24 Stunden aufrechterhalten, empfohlen.

Die Empfehlung wird primär durch experimentelle Studien gestützt, wonach mit jeder Senkung der Körpertemperatur um ein Grad der zerebrale Metabolismus um 6 Prozent verringert, quasi "eingefroren" wird.

Spanische Kardiologen von der Universität Madrid wollten klären, welches Temperatur-Niveau - 32 oder 34 Grad - optimal ist, um den größten Nutzen bei minimaler Schädigung zu erzielen.

Für die randomisierte Pilotstudie wurden 73 Patienten mit Herzstillstand rekrutiert, von denen schließlich aber nur 36 randomisiert werden konnten: 18 erhielten eine Abkühlung auf 32 Grad, weitere 18 eine auf 34 Grad.

Bei jeweils 13 von ihnen kehrte nach einem Schock der Herzrhythmus wieder zurück. Dagegen starben alle fünf Patienten mit initialer Asystolie.

Prognose der Patienten variierte stark

Bei Patienten mit initial "schockbarem" Rhythmus waren die Ergebnisse bei einer Zieltemperatur von 32 Grad signifikant besser. Den primären Endpunkt (Überleben nach 6 Monaten ohne schwere Schäden) erreichten 61,5 Prozent (bei 32 Grad) versus 15,4 Prozent (bei 34 Grad) der Patienten.

Auffallend war mit 61,1 Prozent die hohe Rate der Krampfanfälle in der 34-Grad-Gruppe (5,6 Prozent bei 32 Grad). Nicht recht zu erklären ist die höhere Rate von Bradykardien in der 32-Grad-Gruppe (38,9 versus 11,1 Prozent).

Die Studie hat einige Limitierungen, etwa die niedrige Patientenzahl. Die Prognose der Patienten variierte stark. Vermutlich war in der 32-Grad-Gruppe das Risiko etwas niedriger.

Zudem dauerte die Hypothermie in dieser Gruppe länger, weil Abkühlung und Wiedererwärmung mehr Zeit brauchten. Um klinische Konsequenzen zu ziehen, so die Autoren, sind weitere Studien unerlässlich. (au)

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