Männer schätzen lange wirksames Potenzmittel

WIESBADEN (mar). Patienten mit erektiler Dysfunktion (ED), die Erfahrungen mit allen drei auf dem Markt befindlichen PDE-5-Hemmern gemacht haben, bevorzugen die beiden neueren Substanzen Tadalafil und Vardenafil. Dies ist das Zwischenergebnis einer Praxisstudie des Urologen Professor Hartmut Porst aus Hamburg.

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Seine Ergebnisse von derzeit 405 Patienten hat Porst bei einem Kongreß in Wiesbaden vorgestellt. Bei dieser Studie, die wie Porst betonte, von keinem Unternehmen unterstützt wurde, erhielten die Patienten die Möglichkeit, alle drei PDE-5-Hemmer nacheinander auszuprobieren. Die Präparate haben sie sich selbst in der Apotheke kaufen müssen. Von jeder Substanz mußten mindestens sechs Tabletten eingenommen werden, wobei Steigerungen auf die jeweiligen Höchstdosierungen möglich waren.

Die im Mittel 60 Jahre alten Patienten hatten im Durchschnitt seit 5,7 Jahren Potenzprobleme. Von den 405 Patienten waren 112 bislang unbehandelt.

Zu Studienbeginn sowie nach jeder Therapiephase wurde bei jedem Patienten der International Index of Erectile Function (IIEF) bestimmt. Außerdem wurde nach Anwendung zweier Substanzen ein Fragebogen mit verschiedenen Fragen zu Wirksamkeit, Verträglichkeit, Wirkeintritt und -dauer und Ejakulationsverhalten ausgefüllt. Zu Studien-Ende mußten die Patienten angeben, welches Präparat sie bevorzugten und die Gründe für ihre Entscheidung darlegen.

Die Ergebnisse: Zu einer Normalisierung der Erektionsfunktion kam es bei 49 Prozent mit Tadalafil (Cialis®), bei 47 Prozent mit Vardenafil (Levitra®) und bei 36 Prozent mit Sildenafil (Viagra®).

Nach ihrer Präferenz befragt, entschieden sich 45 Prozent der Männer für Tadalafil. Bei 84 Prozent von ihnen war die lange Wirkdauer ausschlaggebend für die Entscheidung.

29 Prozent bevorzugten Vardenafil. Als Hauptgründe gaben 74 Prozent von ihnen die zuverlässige Wirkung und 63 Prozent den schnellen Wirkeintritt an.

Für Sildenafil entschieden sich 14 Prozent. Hauptgründe waren hier bei 75 Prozent die Härte der Erektion und bei 66 Prozent der rasche Wirkungseintritt.

Zwölf Prozent der Patienten bevorzugten keine der Substanzen. Sie sprachen schlecht oder gar nicht auf alle drei Substanzen an.

Wie Porst sagte, hatte die Reihenfolge der Präparate keinen Einfluß auf die Entscheidung der Patienten. Die hohe Präferenz für Tadalafil bestand in allen Patientengruppen, das heißt, sie war unabhängig von der unterschiedlichen Ätiologie der ED, den Begleiterkrankungen oder dem Vorbehandlungsstatus der Patienten.

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