Adipositas

Magen-Operation nützt Herzgesundheit

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Wien. Reduzieren adipöse Menschen mit einer Op ihr Körpergewicht deutlich, kommt das auch dem Herzen zu Gute. Entsprechende Resultate einer Studie hat Dr. Marie-Eve Piché vom Quebec Heart and Lung Institute beim Wiener EuroEcho-Kongress vorgestellt.

38 Patienten mit Adipositas-Chirurgie nahmen teil, ebenso 19 Patienten auf einer Warteliste für einen solchen Eingriff als Kontrollgruppe. Sechs Monate nach der Op hatten nur noch 30 Prozent der Patienten eine Hypertonie, 5 Prozent eine Dyslipidämie und 13 Prozent einen Typ-2-Diabetes; verglichen mit 61, 42 und 40 Prozent in der Kontrollgruppe.

In der Echokardiografie hatten 58 Prozent der Patienten vor Op zudem den Befund einer subklinischen Herzerkrankung, definiert als abnormaler Global Longitudinal Strain (GLS) ohne klinisches Korrelat.

Sechs Monate nach dem Eingriff hatte sich dieser Befund bei acht von zehn der Betroffenen normalisiert. Demgegenüber verschlechterte sich der GLS bei 10 der 19 Kontrollpatienten.

Interessanterweise korreliere die Verbesserung des GLS statistisch mit Remissionen von Typ-2-Diabetes. Umgekehrt hatten überproportional viele Kontrollpatienten mit GLS einen Typ-2-Diabetes.

Es spreche daher einiges dafür, dass sich bariatrische Chirurgie nicht nur auf Stoffwechsel und Blutdruck, sondern auch auf das Herz positiv auswirke. Inwieweit dies langfristig vor klinischen Ereignissen schützt, ist allerdings unklar. (gvg)

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