Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Mammografie, neu belichtet

Dr. Robert BublakVon Dr. Robert Bublak Veröffentlicht:

Laut Ergebnissen einer schwedischen Studie senkt das Mammografiescreening die Inzidenz von tödlichem Brustkrebs auf 20 Jahre gesehen um rund die Hälfte. Dabei fällt der Großteil der Mortalitätsreduktion in die ersten zehn Jahre nach der Diagnose. Wenn das keine Nachricht ist!

Haben sich damit die Streitereien rund um das Für und Wider des Mammografiescreenings ein für alle Mal erledigt? Damit ist nicht zu rechnen. Für die Gesamtbilanz eines Screenings ist es nicht nur wichtig zu wissen, was mit jenen Frauen passiert, die eine zutreffende Diagnose erhalten. Es muss auch in die Analyse einfließen, wie viel Nutzen oder Schaden diejenigen zu erwarten haben, die teilnehmen, aber nicht am Zieltumor des Screenings erkranken. Im Fall des Mamma-Ca sind das die weitaus meisten Teilnehmerinnen.

Der aktuelle Jahresbericht des deutschen Mammografiescreening-Programms weist für 2016 einen Anteil entdeckter Brustkrebsfälle von 5,4 Promille und für Erstuntersuchungen von 7,7 Promille aus. Dem stehen fälschlich positive Befunde bei 3,6 Prozent der gescreenten Frauen gegenüber. Anders ausgedrückt:

Von sieben positiven Mammografiebefunden treffen sechs nicht zu. Das klingt nur bedingt nach einer geeigneten Screeningmethode, die durchaus erstaunlichen schwedischen Resultate hin oder her.

Lesen Sie dazu auch: Studie: Screening halbiert Risiko für Tod durch Brustkrebs

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: Wichtige Signalwege und Angriffspunkte für eine zielgerichtete Therapie beim Mammakarzinom

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [3]

Molekularpathologische Diagnostik

Welche Tests sind wichtig beim Mammakarzinom?

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH GmbH, Hamburg
Abb. 1: Algorithmus zur diagnostischen gBRCA-Testung

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [11]

HER2-negatives fortgeschrittenes Mammakarzinom

Diagnostische gBRCA-Testung ist die Basis der Therapieentscheidung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Effekte der Klimaerwärmung

Hitze plus Waldbrandrauch erhöhen kardiovaskuläre Mortalität

Start-up

Kryokonservierung: Der Traum vom ewigen Leben

Lesetipps
Eine Lunge mit Viren.

© psdesign1 / stock.adobe.com

Metaanalyse

Atemwegsviren auch bei nichtakutem Asthma häufig nachweisbar