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Ebola-Forschung

Marburger liegen weltweit auf Platz 1

In der Ebola-Forschung zählt die Philipps-Universität zu den am häufigsten zitierten Institutionen weltweit – das hat eine Auswertung ergeben.

Veröffentlicht:

MARBURG. Bei den Zitierungen pro wissenschaftlichem Aufsatz liegt Marburg mit einem Wert von 46,9 an erster Stelle, schreiben Suresh Kumar und K. C. Garg vom indischen Nationalen Institut für Wissenschaft, Technik und Entwicklung (Travel Medicine and Infectious Disease 2016, online 20. Oktober).

Die Autoren untersuchten 2800 Aufsätze über Ebola, die in den Jahren 1987 bis 2015 in wissenschaftlichen Zeitschriften erschienen sind. "Wir wollten herausfinden, wie die Menge der Publikationen angewachsen ist, welches die profilierten Länder und Institutionen in der Ebolaforschung sind und welchen Einfluss deren Veröffentlichungen haben", werden Kumar und Garg in einer Mitteilung der Universität zitiert.

Die Sieben Großen

Die Philipps-Universität gehört demnach zu den sieben Institutionen, die alleine etwa ein Drittel der gesamten Publikationen beitrugen; mehr als 40 Prozent aller Zitierungen entfallen auf diese Einrichtungen. Was die Anzahl der Veröffentlichungen betrifft, ist die Marburger Universität außer großen US-amerikanischen Bundesforschungseinrichtungen die einzige Institution, die einen der vier vorderen Plätze einnimmt.

Betrachtet man das Verhältnis von Zitierungen pro Publikation (CPP), hat Marburg gar die Spitzenposition inne, so die Autoren: "Unter den sieben aufgeführten Institutionen war der CPP-Wert für die Philipps-Universität am höchsten."

Die Marburger Ebola-Forschung hat ihren Sitz am Institut für Virologie der Philipps-Universität, das über eines der wenigen europäischen Laboratorien der höchsten Sicherheitsstufe verfügt.

Das Institut ist Partner im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF); seit dem Jahr 2012 beherbergt es einen virologischen Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem der Marburger Virologe Professor Stephan Becker als Sprecher vorsteht.

Die Marburger Virologie ist an einer Studie beteiligt, die erst kürzlich den Nachweis erbrachte, dass der Impfstoff "VSV-ZEBOV" gegen das Ebola-Virus wirkt. (eb)

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