Brustkrebs

Marker im Blut identifiziert

Veröffentlicht: 25.03.2013, 11:48 Uhr

AACHEN. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie am Institut für Pathologie des Uniklinikums Aachen haben zwei Tumorsuppressor-Gene identifiziert, die sich mit einem speziellen Verfahren als Brustkrebsmarker im Blut nachweisen lassen, teilt die RWTH Aachen mit.

Die Ergebnisse einer ersten Studie wurden in der Zeitschrift "Breast Cancer Research" (2013; 15: R4) veröffentlicht.

Tumorsuppressor-Gene haben die Aufgabe, das Wachstum von Zellen zu kontrollieren. Durch spezielle genetische Veränderungen können sie ihre Bremsfunktion verlieren.

Den Aachener Forschern ist es gelungen, Veränderungen an zwei Tumorsuppressor-Genen zu identifizieren, deren Nachweis im Blut Rückschlüsse auf eine Brustkrebserkrankung der Patientin zulässt.

Weitere Studien nötig

Da die DNA dieser Tumorsuppressor-Gene nur in sehr geringen Konzentrationen über abgestorbene Tumorzellen ins Blut gelangt, sind hochsensitive Nachweisverfahren notwendig.

"Unser Ziel ist es, DNA von Brustkrebs-relevanten Genen im Blut mit sensitiven Methoden nachzuweisen", wird Diplombiologin Vera Kloten in der Mitteilung zitiert.

In einer ersten Studie sei das Verfahren an rund 600 Blutproben von erkrankten und gesunden Frauen getestet worden, wobei für eine Untersuchung ein Milliliter Blutserum ausreicht.

Die Ergebnisse seien vielversprechend: Das Blut von erkrankten Frauen zeigt ein deutlich verändertes Marker-Profil gegenüber dem der gesunden Probandinnen.

"Die Ergebnisse zeigen, dass blutbasierte Brustkrebserkennung über molekulare Marker Wirklichkeit werden kann", so Dahl in der Mitteilung. "Um einen Test dieser Art serienreif zu machen, sind aber noch weitere Studien mit mehr Probanden notwendig." (eb)

Mehr zum Thema

Mecklenburg-Vorpommern

Teilnahme am Mamma-Screening bricht ein

Petition im Bundestag

Mamma-Ca-Screening: Grenze auf 75 Jahre erhöhen

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Hausarzt Dr. Mike Müller-Glamann bietet jeden Vormittag eine Infektsprechstunde an, die von seiner Praxis räumlich getrennt ist.

Zu Gast bei Dr. Müller-Glamann

Wie ein Arzt seine Infektsprechstunde organisiert

Antigentest auf SARS-CoV-2. Nur vom BfArM gelistete Produkte werden bei Testung anspruchsberechtigter Personen erstattet.

Neuerungen im November

Bei Corona-Tests mit der Abrechnung lieber warten!

Wie viel Heilkunde darf es sein? Ein Notfallsanitäter zieht in einer gestellten Szene eine Spritze auf. Aufgrund der derzeitigen Rechtsunsicherheit befinden sich Sanitäter in einer ständigen Gratwanderung zwischen Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung.

BMG-Passus durchgefallen

Länder zerpflücken Vorschlag zu Heilkunde für Notfallsanitäter