Brustkrebs

Marker im Blut identifiziert

Veröffentlicht:

AACHEN. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie am Institut für Pathologie des Uniklinikums Aachen haben zwei Tumorsuppressor-Gene identifiziert, die sich mit einem speziellen Verfahren als Brustkrebsmarker im Blut nachweisen lassen, teilt die RWTH Aachen mit.

Die Ergebnisse einer ersten Studie wurden in der Zeitschrift "Breast Cancer Research" (2013; 15: R4) veröffentlicht.

Tumorsuppressor-Gene haben die Aufgabe, das Wachstum von Zellen zu kontrollieren. Durch spezielle genetische Veränderungen können sie ihre Bremsfunktion verlieren.

Den Aachener Forschern ist es gelungen, Veränderungen an zwei Tumorsuppressor-Genen zu identifizieren, deren Nachweis im Blut Rückschlüsse auf eine Brustkrebserkrankung der Patientin zulässt.

Weitere Studien nötig

Da die DNA dieser Tumorsuppressor-Gene nur in sehr geringen Konzentrationen über abgestorbene Tumorzellen ins Blut gelangt, sind hochsensitive Nachweisverfahren notwendig.

"Unser Ziel ist es, DNA von Brustkrebs-relevanten Genen im Blut mit sensitiven Methoden nachzuweisen", wird Diplombiologin Vera Kloten in der Mitteilung zitiert.

In einer ersten Studie sei das Verfahren an rund 600 Blutproben von erkrankten und gesunden Frauen getestet worden, wobei für eine Untersuchung ein Milliliter Blutserum ausreicht.

Die Ergebnisse seien vielversprechend: Das Blut von erkrankten Frauen zeigt ein deutlich verändertes Marker-Profil gegenüber dem der gesunden Probandinnen.

"Die Ergebnisse zeigen, dass blutbasierte Brustkrebserkennung über molekulare Marker Wirklichkeit werden kann", so Dahl in der Mitteilung. "Um einen Test dieser Art serienreif zu machen, sind aber noch weitere Studien mit mehr Probanden notwendig." (eb)

Mehr zum Thema

Künstliche Intelligenz in Onkologie

Algorithmen bleiben ärztliche Assistenz

Das könnte Sie auch interessieren
Management tumorassoziierter VTE

CME-Fortbildung

Management tumorassoziierter VTE

Anzeige | Leo Pharma GmbH
CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

Empfehlungen

CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

Anzeige | Leo Pharma GmbH
Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

CAR-T-Zelltherapie

OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Blick in den Plenarsaal: Am Freitagabend hat der Bundestag dem von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eingebrachten Gesetzentwurf zum GVWG zugestimmt.

Bundestag

Parlament winkt Spahns umstrittenes GVWG-Mammutgesetz durch