Marker unterscheidet Pankreatitis und Karzinom

Ein neuer Test erkennt bisher schwer detektierbare Pankreas-Adenokarzinome.

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LEIPZIG (ner). Anhand von im Serum zirkulierenden microRNA ist es Forschern der Uni Münster gelungen, Patienten mit Pankreatitis von jenen mit Pankreaskarzinomen und von Gesunden zu unterscheiden.

Dazu haben die Forscher globale Expressionsmuster mithilfe der Microarraytechnik erstellt. Die Resultate eröffneten die Chance, künftig duktale Adenokarzinome des Pankreas, die sehr früh invasiv wachsen und metastasieren und meist erst spät detektiert werden, früher als bisher zu erkennen, so Wolf Mardin und seine Kollegen beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselstörungen (DGVS) in Leipzig.

MicroRNA sind auf epigenetischer Ebene offenbar von großer Bedeutung für das Entstehen und die Progression solcher Pankreaskarzinome.

Methodische Standards werden entwickelt

Mardin und seine Mitarbeiter hatten Daten von 83 Pankreatitis- und Pankreaskarzinom-Patienten mit denen von 13 gesunden Probanden verglichen. Sie fanden im Serum Gruppen von microRNA, die überexprimiert und andere Gruppen, die herabreguliert waren.

Auf der Grundlage dieser Daten war es möglich, Karzinom-Patienten von Pankreatitis-Patienten mit einer Sensitivität von 84 Prozent und einer Spezifität von 96 Prozent zu unterscheiden.

Jetzt müssten die biologische Bedeutung der Biomarker-Kandidaten aufgedeckt und methodische Standards entwickelt werden, hieß es.

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