Büro-Workout

Mausarm im Homeoffice? Drei Übungen helfen Ihren Patienten

Gerade im Homeoffice sind Arme und Hände durch die Computerarbeit besonders belastet. Damit daraus keine chronischen Schmerzen entstehen, empfehlen Experten ein Büro-Workout.

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Büro-Workout: Im Homeoffice sollten auch Arme und Hände regelmäßig gelockert werden.

Büro-Workout: Im Homeoffice sollten auch Arme und Hände regelmäßig gelockert werden.

© AndreyPopov / Getty Images / iStock

Berlin. Regelmäßige Bewegung am Computerarbeitsplatz hilft, die Hand gesund zu halten und einem Mausarm vorzubeugen. Daran erinnert die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Sie empfiehlt deshalb, gerade im Homeoffice regelmäßig zu pausieren und die Hände aktiv zu bewegen, da der Arbeitsplatz meist nur provisorisch ausgestattet sei.

„Die Auswirkungen der stereotypen Bewegungen werden oft unterschätzt und erste Symptome nicht ernst genommen“, wird Professor Dieter Wirtz, Präsident der DGOU, in der Mitteilung der Gesellschaft zitiert. Um dem Mausarm vorzubeugen, empfiehlt die DGOU ein Büro-Workout:

  • Hände schütteln: Beim Schreiben mehrmals pro Stunde die Hände und/oder Arme ausschütteln.
  • Hände dehnen: Eine Faust machen, dabei den Daumen in die Faust nehmen. Kurz halten und die Hand dann wieder öffnen und Finger spreizen. Übung zehnmal wiederholen.
  • Hände kreisen: Kreisende Bewegungen mit der Hand machen, abwechselnd mit gespreizten Fingern und geballter Faust, dabei mehrfach die Richtung wechseln.

Neben regelmäßiger Bewegung helfe ein ergonomischer Arbeitsplatz. Auch eine ergonomische Tastatur oder eine Handauflage vor der Tastatur könnten für eine Entlastung der Hand sorgen, ebenso wie eine gute Sitzhaltung. Hilfreich sei ein Bürostuhl mit höhenverstellbaren Armlehnen. Gleichzeitig sollte auf die Höhe des Bildschirms geachtet werden, damit Nacken- und Schulterbereich entspannt bleiben.

Bei länger andauernder Tätigkeit mit dem Laptop empfehle es sich, eine externe Tastatur und Maus zu verwenden. Der Laptop sollte dann für einen geraden Rücken erhöht positioniert werden. Noch besser sei die zusätzliche Verwendung eines extra Monitors, rät die DGOU.

Zunächst leichtes Kribbeln

Zunächst äußerten sich die Beschwerden als leichtes Kribbeln beziehungsweise Kraftverlust in der Hand und im Unterarm, anfangs nur zur spüren während der Arbeit mit der Computermaus und der Tastatur, erinnert die Gesellschaft. „Nach mehreren Monaten oder Jahren Computertätigkeit entwickeln sich Schmerzen, die trotz Entlastung anhalten und nur bei längeren Pausen, wie zum Beispiel Urlaub, abklingen“. Später treten die Schmerzen auch in Ruhepausen und bei geringfügiger Belastung auf.

„Bei vielen Patienten liegt jedoch keine Entzündung vor, sondern durch die chronische Überlastung wird das Sehnengewebe degeneriert und die Kollagenfasern werden geschädigt. Bleibt dann zu wenig Zeit für die Regeneration, wird kein Kollagen zum Ausgleich nachgebildet. Mitunter kann es jedoch insbesondere im Bereich der Hand zu chronischen Entzündungen der Sehnen beziehungsweise Sehnenscheiden kommen“, wird Dr. Eva-Maria Baur, Präsidentin der selbstständigen DGOU-Sektion Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH), in der Mitteilung zitiert. (eb)

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