Direkt zum Inhaltsbereich

Mediterran gegen Krebs und Alzheimer

Veröffentlicht:
Der griechische Bauernsalat Choriatiki gehört - natürlich ohne Schafskäse - zur gesunden mediterranen Kost.

Der griechische Bauernsalat Choriatiki gehört - natürlich ohne Schafskäse - zur gesunden mediterranen Kost.

© Foto: Fatman73www.fotolia.de

FLORENCE (hub). Die klassische mediterrane Ernährung senkt die kardiovaskuläre und die Krebssterberate. Auch die Alzheimer- und Parkinsonrate ist reduziert.

Das hat eine Metaanalyse von zwölf Studien mit insgesamt 1,5 Millionen Menschen ergeben (BMJ online). Das Follow-Up lag zwischen drei und 18 Jahren. Die Ergebnisse bestätigen, was über den Nutzen einer Mittelmeerkost bereits bekannt ist: Die Zahl kardiovaskulärer Erkrankungen nimmt ebenso ab wie die bösartiger Tumoren. Die Ergebnisse im Detail:

  • Die Gesamtsterberate war mit mediterraner Diät um neun Prozent niedriger.
  • Um ebenfalls neun Prozent geringer war die Sterberate durch kardiovaskuläre Ereignisse.
  • Die Mittelmeerkost führte auch zu einer um sechs Prozent verringerten Krebssterberate.
  • Die Rate an Alzheimer- und Parkinson-Erkrankungen war um 13 Prozent geringer.

Eine Mittelmeerkost besteht aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Getreide, Fisch, moderatem Rotweinkonsum und Olivenöl als Fettquelle. Hierfür bekam je einen Punkt, wer in den Studien mehr als der Durchschnitt von dem Produkt verzehrte. Rotes und verarbeitetes Fleisch gehören nicht zur Mittelmeerdiät, auch keine Milchprodukte.

Wer davon weniger als der Durchschnitt konsumierte, bekam ebenfalls einen Punkt. Maximal waren demnach sieben bis neun Punkte möglich. Die Abnahme bei den Sterberaten und Erkrankungen galt für jeweils zwei Punkte Diättreue. Wer sich stärker daran hält, hat also einen noch größeren Nutzen.

Die Fachgesellschaften lägen also richtig, eine mediterrane Diät zur Prävention chronischer Erkrankungen zu empfehlen. Leider folgten dem zu wenige Patienten, so die Autoren.

Lesen Sie auch:

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Jungbrunnen - das ist jeder selbst!

Lesen Sie dazu auch: Laufen gegen vorzeitigen Tod - Sterberate halbiert

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Leitlinie

Wie Sie Schmerzen bei Demenz-Patienten erkennen

Neue Therapien

Gleich mehrere Durchbrüche bei seltenen Erkrankungen

Demenz-Forschung

Alzheimer: Anti-Tau-Therapie verfehlt klinischen Endpunkt

Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Von ungefährlich bis akut lebensbedrohlich

Leitsymptom Dyspnoe: So geht’s rasch zur richtigen Diagnose

Primäre und sekundäre Formen

Immundefekte erkennen: So klappt’s in der Praxis

Lesetipps
Seltene Erkrankungen haben ihren Namen nicht umsonst. Zählt man sie jedoch alle zusammen, so sind es etwa 8.000 Erkrankungen mit rund 4 Millionen Betroffenen in Deutschland.

© Orawan / stock.adobe.com

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen

Eine Frau sitzt im bett und hustet.

© Sonja Monstein / stock.adobe.com

Fehlerhaftes Immunsystem

So unterscheiden sich primäre und sekundäre Immundefekte