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Kampagne gestartet

Mehr Aufmerksamkeit für Arznei-Nebenwirkungen bei Kindern

Arzneimittelbehörden rufen derzeit weltweit dazu auf, Nebenwirkungen konsequent zu melden.Vor allem die AMTS bei Kindern steht im Fokus, wie das Paul-Ehrlich-Institut zum Internationalen Tag des Kindes am 20. November mitteilt.

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Weltweite AMTS-Kampagne: Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Appell, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen bei Kindern zu melden.

Weltweite AMTS-Kampagne: Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Appell, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen bei Kindern zu melden.

© PhotoSG / stock.adobe.com

BERLIN. Mit Wochenbeginn ist eine gemeinsame Kampagne von Gesundheitsbehörden in Europa und weltweit gestartet mit dem Ziel, Verdachtsfälle auf Nebenwirkungen vermehrt zu melden. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher sollen für dieses Thema sensibilisiert werden.

Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Appell, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen bei Kindern zu melden, wie das Paul-Ehrlich-Institut hinweist. Weitere Zielgruppen seien Schwangere sowie stillende Frauen: Sie sollen dafür sensibilisiert werden, Arzneimittel sicher zu verwenden und mögliche Nebenwirkungen zu melden.

In Deutschland bearbeiten diese Meldungen das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). „Je mehr Meldungen von Verdachtsfällen wir erhalten, desto früher können wir Risikosignale erkennen und bei Bedarf wirkungsvolle Maßnahmen für den Patientenschutz treffen“, betont Professor Klaus Cichutek, Präsident des PE in einer Mitteilung. Verbraucher können ihren Verdacht auf Nebenwirkungen eingeben im Meldeportal von PEI und BfArM unter nebenwirkungen.pei.de.

Für Ärzte gilt: Sie sollten weiterhin unerwünschte Arzneimittelwirkungen an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) melden, so die KBV in einer Mitteilung. Dies gelte vor allem für schwerwiegende Reaktionen und solche, die bislang nicht in den Fach- und Gebrauchsinformationen aufgeführt seien.

Die jährliche Kampagne findet zum dritten Mal in Folge statt. Insgesamt sind laut PEI in diesem Jahr weltweit 32 Arzneimittelbehörden aktiv dabei, darunter neben Behörden aus Ländern der EU auch solche aus Lateinamerika und dem Nahen Osten. (run)

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