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Kommentar zu Opioiden bei COPD

Mehr Luft am Lebensende

Von Beate Schumacher Veröffentlicht:

Opioide sind ein Segen in der Palliativmedizin. Aber soll ausgerechnet ein schwer kranker und um Luft ringender COPD-Patient mit einem Opioid behandelt werden? Viele Ärzte schrecken davor zurück. Ihre Bedenken sind verständlich, wurde doch schon im Studium vor der Gefahr einer Atemdepression eindringlich gewarnt.

Bisher gab es wenige Daten, die den Ärzten diese Sorge nehmen konnten. Das Fehlen schwerer Nebenwirkungen war nur durch kleine Studien dokumentiert. Erstmals zeigt jetzt eine große Registerstudie, dass niedrig dosierte Opioide bei schwerer COPD sicher sind: Krankenhauseinweisungen und Todesfälle waren nicht häufiger als bei COPD-Patienten ohne Opioidtherapie.

Dies ist in der Tat eine gute Botschaft. Denn Opioide sind heute die Medikamente der ersten Wahl zur Linderung von schwerer therapierefraktärer Atemnot; ihre Wirksamkeit ist durch randomisierte Studien belegt.

Und Atemnot gehört zu den häufigsten und quälendsten Symptomen im Endstadium einer COPD. Wenn hier häufiger als bisher Opioide zum Einsatz kommen, ist dies ein Segen für die Patienten.

Lesen Sie dazu auch: COPD: Niedrig dosiertes Opioid scheint sicher

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