Forschungsprojekt

Mit Algorithmen gegen Diabetische Nephropathie

Mit Software wollen Forscher den Krankheitsverlauf bei Diabetischer Nephropathie individuell vorhersagen und so eine personalisierte Therapie ermöglichen.

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Nephropathie wird analysiert: Individuelle Daten sollen eine präzise personalisierte Therapie ermöglichen.

Nephropathie wird analysiert: Individuelle Daten sollen eine präzise personalisierte Therapie ermöglichen.

© natali_mis / stock.adobe.com

Innsbruck. Diabetische Nephropathie ist die Hauptursache für Nierenversagen in Industrieländern, und es gibt dagegen nur wenige Therapieoptionen. Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Medizinischen Universität Innsbruck will jetzt mit künstlicher Intelligenz (KI) den Krankheitsverlauf und das Therapieansprechen einzelner Patienten vorhersagen.

Dies soll zu einer personalisierten medikamentösen Therapie beitragen und die Prognose Betroffener verbessern helfen, berichtet die Universität in einer Mitteilung.

Konzept zur Patientenbewertung

Der wissenschaftliche Ansatz basiere auf einem neuartigen Konzept zur Patientenbewertung mit KI, wird Professor Gert Meyer von der Innsbrucker Universitätsklinik in der Mitteilung zitiert. Dazu werden wichtige Biobanken und klinische Daten in Kombination mit experimentellen und analytischen sowie statistischen Bewertungen genutzt, so der Nephrologe, der das Forschungsprojekt koordiniert. Ziel ist es, eine Prototyp-Technologielösung zu etablieren und diese anschließend auf klinischer Ebene zu evaluieren. Die Erkenntnisse sollen auch auf andere chronische Erkrankungen übertragen werden.

Das Projekt „DC-Ren: Wirkstoffkombinationen zur Optimierung des Verlaufs von diabetischer Nierenerkrankung“ soll „Systemansätze zur Entdeckung kombinatorischer Therapien bei komplexen Erkrankungen“ erforschen. Es wird mit sechs Millionen Euro von der Europäischen Union finanziert. (eb)

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