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Untersuchung beim Augenarzt

Mit Spaltlampe und Mikroskop sind Schäden früh zu erkennen

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Mit der Spaltlampe kann der Augenarzt die vorderen und hinteren Augenabschnitte untersuchen.

Mit der Spaltlampe kann der Augenarzt die vorderen und hinteren Augenabschnitte untersuchen.

© Foto: www.Bewahren-Sie-Ihr-Augenlicht.de

Standardmethode zur Früherkennung einer AMD ist die Untersuchung der Netzhaut mit dem Spaltlampenmikroskop. Damit kann der Augenarzt alle Abschnitte der Netzhaut räumlich sehen. Die Untersuchung dauert etwa 20 bis 30 Minuten und ist schmerzfrei. Allerdings ist es zuvor nötig, die Pupille mit Tropfen zu erweitern. Sie sind etwas unangenehm und beeinträchtigen für etwa drei Stunden das Sehvermögen - Autofahren ist also in dieser Zeit tabu.

Eine weitere Möglichkeit ist die digitale Fundusfotografie: Mit einer Spezialkamera macht der Ophthalmologe Bilder vom Augenhintergrund und kann dann den Patienten am Bildschirm die Netzhautschäden zeigen. Die Methode eignet sich auch zur Dokumentation von Veränderungen und zur Verlaufskontrolle.

Die Untersuchung zur AMD-Früherkennung ist ein IGeL-Angebot für symptomfreie Menschen der Risikogruppen. Die Kosten liegen je nach Umfang der Untersuchung bei etwa 24 bis 38 Euro, so die Empfehlung des Berufsverbandes der Augenärzte. Bei einem pathologischen Befund sind die Folgeuntersuchungen kurativ und werden in der Regel von den Kassen bezahlt.

Standarddiagnostik bei Verdacht auf feuchte AMD ist die Fluoreszenz-Angiografie. Dazu wird Fluoreszein in die Armvene gespritzt und gelangt über den Kreislauf ins Auge. Liegt eine feuchte AMD vor, tritt es auf der Netzhaut aus. Mit einer Spezialkamera kann man dann Ausdehnung, Typ und Lokalisierung der Gefäßsprossung bestimmen.

Eine sinnvolle Ergänzung ist die Indocyaningrün-Angiografie, die es erlaubt, die Durchblutung der Aderhaut zu betrachten. Eine neue Methode ist die Optische Kohärenz-Tomografie, die rasch, schmerzfrei und ohne Kontrastmittel hoch aufgelöste 3-D-Bilder der Netzhaut liefert, von der Oberfläche bis in tiefe Schichten - wie auf Schnittbildern der Pathologie. Anwendungsgebiete sind außer der Früherkennung auch die Kontrolle des Verlaufs und der Therapie.

Mit dem Amsler-Gitter-Test, einem Raster mit schwarzem Punkt in der Mitte, können AMD-Patienten selbst überprüfen, ob der Sehverlust fortschreitet: Sie halten das Gitter - ein Rechenblatt tut es auch - auf Lesedistanz vor ein Auge und decken das andere mit der Hand zu. Bei gutem Licht und mit Brille oder Kontaktlinsen, falls sie diese Sehhilfen zum Lesen brauchen, fixieren sie den Punkt in der Mitte.

Je nachdem, wie sehr einige Linien verzerrt oder verbogen erscheinen, Quadrate verschwommen, Kästchen unvollkommen oder der zentrale Punkt durch einen Fleck verdeckt ist, so stark ist auch das Ausmaß der Sehstörung. Auf keinen Fall aber eignet sich der Test zur Früherkennung, er ersetzt also nicht den Besuch beim Augenarzt. (ug)

Gemeinsam den Alltag mit AMD bewältigen

Mitglied einer Selbsthilfeorganisation zu werden, hilft den Patienten und ihren Angehörigen, besser mit der Krankheit umzugehen und Erfahrungen mit anderen zu teilen. Diese Organisationen vermitteln Freizeit- und Erholungsangebote, die speziell auf die Bedürfnisse von AMD-Patienten abgestimmt sind. Es gibt Tipps für ein unabhängiges Leben, ein Training in Orientierung und Mobilität, Beratung beim Kauf von kleinen Alltagshelfern und Sehhilfen sowie zur Beleuchtung. Mitglieder bekommen außerdem Infos, wo man sich Hörmedien oder Bücher und Zeitschriften in Großdruck beschaffen kann. Sie werden beraten und vertreten bei sozialrechtlichen Ansprüchen, der Finanzierung von Hilfsmitteln, der Befreiung von den Rundfunk - und Fernsehgebühren, der Kostenbefreiung im öffentlichen Verkehr und bei Hilfen am Arbeitsplatz. (ars)

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