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Mit Sunitinib ist eine ausgeprägte Fatigue selten

FRANKFURT AM MAIN (ner). Bei Krebspatienten, die Kinase-Hemmer erhalten, sollte ein Therapie-Abbruch möglichst vermieden werden. Denn dann können therapieresistente Tumoren entstehen.

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Besser sei, etwa bei unerwünschten Wirkungen, eine Dosisreduktion, rät der Onkologe Professor Siegfried Seeber aus Essen. Sein Kollege Professor Jan Roigas von der Charité Berlin empfiehlt, Krebspatienten über unerwünschte Wirkungen aufzuklären. Erfahrungsgemäß würden sie dann abträgliche Effekte eher tolerieren, so Roigas auf einer Veranstaltung in Frankfurt am Main. Manchmal sei es nach einiger Zeit möglich, eine reduzierte Dosis des Medikamentes wieder auf die Standarddosis zu erhöhen.

Insgesamt ist die Behandlung mit Kinase-Hemmern wie Sunitinib (Sutent®) nach seiner Aussage gut verträglich. Die Therapie mit Sunitinib geschieht langfristig mit zweiwöchentlichen Pausen alle vier Wochen. Das geht so lange, bis erneut eine Progression erkennbar wird.

In der Zulassungstudie bewerteten diejenigen der 750 Teilnehmer, die den Multi-Kinasehemmer erhielten, die Lebensqualität als signifikant besser im Vergleich zu Patienten, die mit Interferon behandelt wurden. Die bessere Beurteilung erfolgte, obwohl unerwünschte Wirkungen wie Diarrhoe, Stomatitis, Haut- oder Haarveränderungen mit Sunitinib deutlich häufiger waren. Bei 32 Prozent dieser Patienten und 21 Prozent der mit Interferon behandelten Patienten waren Dosisreduktionen wegen unerwünschter Wirkungen vorgenommen worden.

Hauptgrund für die insgesamt bessere Bewertung des Multikinase-Hemmers sei, dass ausgeprägte Fatique-Syndrome - also Grad 3 oder 4 von insgesamt 4 - damit signifikant seltener auftreten als mit Interferon, und zwar bei 7 versus 12 Prozent der Patienten. Außerdem ermögliche die Therapie mit Sunitinib als Hartkapsel die ambulante Behandlung, so Seeber auf der Veranstaltung von dem Unternehmen Pfizer.

Die Arznei ist zugelassen zur Therapie bei Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren bei Versagen der Standardtherapie sowie bei metastasierten Nierenzell-Karzinomen. Geprüft wird derzeit die Wirksamkeit des Multi-Kinasehemmers bei Lungen-, Brust- und Dickdarm-Ca.

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