Direkt zum Inhaltsbereich

Mit beschichteten Stents ist Rate der Spätkomplikationen nicht erhöht

Aktuelle Studien belegen: Mit Sirolimus oder Everolimus beschichtete Koronarstents erhöhen nicht das kardiovaskuläre Risiko.

Veröffentlicht:

DRESDEN (sir). Moderne Drug-elu-ting Stents (DES) erhöhen nicht die Zahl kardiovaskulärer Ereignisse. Im Gegenteil: Nach DES-Implantation war der klinische Verlauf sogar besser als nach Behandlung mit reinen Metallstents.

Die Sorge um vermehrte Spätkomplikationen und dadurch bedingte Todesfälle beim Einsatz von Drug-eluting Stents könnte sich durch eine aktuelle Untersuchung legen.

In der BASKET-PROVE-Studie wurden neuere, mit Sirolimus oder Everolimus beschichtete Koronarstents mit herkömmlichen reinen Metallstents verglichen. 2314 Patienten mit Indikation zur Implantation eines Konorarstents ab 3 mm Durchmesser nahmen daran teil.

Professor Christian W. Hamm aus Bad Nauheim berichtete bei den Dresdner Herz-Kreislauf-Tagen: "Es zeigte sich keine Erhöhung im primären Studienendpunkt aus kardiovaskulär bedingten Todesfällen und nicht-tödlichen Myokardinfarkten durch Verwendung beschichteter Stents."

Im Trend war die Ereignisrate nach DES-Implantation sogar niedriger, die Signifikanz beim Unterschied wurde knapp verfehlt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Revaskularisierung nötig wird, war mit beiden Arten beschichteter Gefäßstützen hochsignifikant gesenkt.

In einer weiteren aktuellen Studie (PCI-SPIRIT IV) wurden beschichtete Stents der ersten und zweiten Generation miteinander verglichen. Zwei Drittel der 3.690 Teilnehmer erhielten einen XIENCE-V, der Everolimus freisetzt, und ein Drittel einen Paclitaxel freisetzenden TAXUS-Stent.

Primärer Studienendpunkt war ein klinisches Ereignis an der Zielläsion. Dies trat binnen zwei Jahren bei 6,9 Prozent der Teilnehmer mit Everolimus- und 9,9 Prozent mit Paclitaxel-Stent auf, ein signifikanter Unterschied.

XIENCE-V war auch bei der Einjahresrate der ischämiebedingten Revaskularisationen überlegen. Beim kombinierten Endpunkt aus kardialem Tod und Infarkt im Zielgefäß zeigte er sich zumindest nicht unterlegen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Plaques bewerten

Screening mittels Koronar-CT: Was das bringen könnte

Sonderbericht

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Mega-Analyse

BMI ade? Beim kardiovaskulären Risiko kommt es auf das Bauchfett an

Lesetipps
Ärztin mit Patientem

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Dermatologin Yael Adler gibt Tipps

Wie man Hypochondern in der Praxis am besten begegnet

Eine Ärztin spricht mit einer Patientin.

© Monkey Business / stock.adobe.com

Biopsychosozial vorgehen!

So unterstützen Sie Ihre Patienten bei funktionellen Körperbeschwerden

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram