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Mitarbeiter impfen schützt Patienten

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Influenza-Impfung von Personal in Praxen, Kliniken und Heimen schützt betreute Patienten vor Ansteckung und damit vor schweren oder sogar tödlichen Infektionen. Zudem hilft die Impfung, Geld zu sparen und die Betreuung der Patienten zu sichern: Die Zahl der Krankentage bei den Mitarbeitern wegen fiebriger Atemwegsinfekte lässt sich durch Impfen nach Studiendaten deutlich reduzieren. Dass in Deutschland die meisten Menschen in medizinischen Berufen die Grippe-Impfung immer noch nicht wahrnehmen, ist daher nicht einfach nur hinzunehmen.

Aufklärungskampagnen in Heimen und Kliniken haben nach einer aktuellen Analyse bisher leider wenig zur Steigerung der Impfraten bei den Mitarbeitern beigetragen. In den USA fordern Infektiologen deshalb jetzt sogar eine Impfpflicht bei medizinisch Beschäftigten. Auch in Deutschland sind medizinische Einrichtungen gut beraten, dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Nosokomiale Infektionen sind ein Reizthema, und eine Klinik oder ein Pflegeheim könnte schnell in die öffentliche Kritik geraten, wenn dort bei einer Grippewelle die Sterberate in die Höhe schnellt und das Personal nicht geimpft ist.

Lesen Sie dazu auch: US-Infektiologen fordern Impfpflicht in Kliniken

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