Muskelin reguliert Transportvorgänge in Gehirn und Haut

HAMBURG (eb). Das aus Muskelzellen bekannte Protein Muskelin haben Forscher vom Uniklinikum Eppendorf (UKE) als einen Faktor im Gehirn identifiziert, der offenbar Hirnfunktionen reguliert, die für Lernen und Gedächtnis wichtig sind. Zudem ist er maßgeblich an der Ausprägung der Haarfarbe beteiligt.

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Muskelin steuert Transportprozesse zwischen den Neuronen. Solche Prozesse können die Signalübertragung zwischen zwei Neuronen im menschlichen Gehirn verändern. Wird etwa der GABA-Rezeptor an der Oberfläche von Neuronen falsch lokalisiert, kann dies etwa die Entstehung von Epilepsie oder Angststörungen begünstigen.

Um den Transport der GABA-Rezeptoren genauer zu untersuchen, haben die Forscher im Mausmodell das Muskelin-Gen gezielt abgeschaltet. Danach konnten sie in bestimmten Hirnarealen bei Mäusen veränderte Bewegungen nachweisen (Neuron 2011, 70: 66).

Doch nicht nur das. Zur Überraschung der Wissenschaftler folgt der Transport in Hautzellen offenbar ähnlichen Prinzipien wie in Neuronen. Denn die Mäuse wechselten nach der Entfernung des Muskelin-Gens ihre Fellfarbe. Die Befunde der Forscher deuten darauf hin, dass ein Verlust der Fellfarbe durch einen gestörten Pigmenttransport verursacht wird.

Offensichtlich haben die Forscher mit Muskelin einen Schlüsselfaktor für die Funktion unterschiedlicher Gewebe identifiziert, heißt es in der Mitteilung des UKE.

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