Nahrungsergänzung lindert Rheuma-Beschwerden

MÜNCHEN (wst). Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis können die Beschwerden unter Einnahme eines basischen Nahrungsergänzungsmittels gelindert werden. Hinweise darauf gibt eine neue Studie.

Veröffentlicht:

Die Ergebnisse der Studie hat der Ernährungswissenschaftler Professor Jürgen Vormann vom Ismaninger Institut für Prävention und Ernährung bei einer Veranstaltung in München vorgestellt.

Die moderne westliche Ernährung prädestiniere mit ihrem hohen Anteil an tierischen Proteinen und getreidestämmigen Kohlenhydraten zu einer latenten metabolischen Azidose, sagte Vormann bei der vom Unternehmen Protina unterstützten Veranstaltung.

Eine im Alter nachlassende Nierenleistung begünstige dies zusätzlich. Schon länger werde vermutet, daß sich eine solche geringgradige Übersäuerung des Organismus auch auf die Gelenke auswirkt und die Beschwerden etwa bei rheumatoider Arthritis verstärkt.

In einer neuen randomisierten Untersuchung (Rheumatology 44, 2005, Supplement 1, i79) wurden deshalb 37 Patienten mit stabiler, aktiver rheumatoider Arthritis und mindestens zweijähriger Therapie mit einem nichtsteroidalen Antirheumatikum nach einer Zufallsverteilung einer von zwei Therapiegruppen zugeordnet.

Zusätzlich zur gewohnten Medikation erhielten 19 Patienten zwölf Wochen lang täglich zweimal 15 Gramm eines auf Milchzucker basierenden basischen Multimineral-Ergänzungsmittels (Basica Vital®). Dessen basisches Potential entspreche etwa dem von drei Portionen Obst oder Gemüse, sagte Vormann.

Bewertet anhand einer visuellen Analogskala hatten sich die Beschwerden bei den Patienten, die die Zusatzbehandlung bekamen, in dieser Zeit um durchschnittlich 20 Prozent vermindert, bei den Patienten in der Kontrollgruppe im gleichen Zeitraum dagegen um über zehn Prozent verstärkt. Der Unterschied war signifikant.

Drei Patienten der Interventionsgruppe konnten sogar - zumindest vorübergehend - völlig auf Antirheumatika verzichten. Bei drei weiteren Patienten mit Zusatztherapie konnte der Bedarf an Antirheumatika deutlich reduziert werden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Systemischer Lupus erythematodes

13 Tipps zur Umsetzung der europäischen Lupus-Leitlinien

Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Prozesse werden teurer

Tipps: So können Praxen die Risiken für einen GOÄ-Streit minimieren

Sie fragen – Experten antworten

Ab wann darf ich jüngere Menschen auf Kasse gegen Herpes zoster impfen?

Bei Senioren

Hypothermie bei Sepsis – ein Warnsignal!

Lesetipps
Eine Blutdruckmessung

© CasanoWa Stutio / stock.adobe.com

Fallstricke in der Praxis

Häufige Fehler in der Hypertonie-Therapie: So geht’s besser!

Ein Mann im Hintergrund nimmt einen Schluck von einem Drink. Im Vordergrund stehen vier Flaschen mit alkoholischen Getränken.

© Axel Bueckert / stock.adobe.com

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert