Neue Daten zu Transplantation bei M. Parkinson

NEU-ISENBURG (ple). LangzeitDaten zur Zell-Transplantation bei Morbus Parkinson sind bisher nicht einheitlich. Positive Therapie-Ergebnisse einer kanadischen Studie ließen sich in einer schwedischen und in einer US-Studie nur teilweise bestätigen.

Veröffentlicht:

Wie Forscher um Dr. Ivar Mendez aus Halifax in Kanada berichten (Nature Medicine online), waren fetale Hirnzellen bei fünf Parkinson-Patienten selbst 9 bis 14 Jahre nach der Transplantation unverändert. Zellmarker, die für Parkinson typisch sind, wie das Alpha-Synuclein und Ubiquitin, ließen sich in den transplantierten Zellen im Gegensatz zum umgebenden Gewebe nicht nachweisen. Gleichzeitig schritt die Degeneration dopaminerger Zellen im Empfängergewebe fort.

Dagegen haben schwedische Neurologen um Dr. Patrik Brundin aus Lund bei zwei Parkinson-Patienten Hinweise gefunden, dass 11 bis 16 Jahre nach der Transplantation fetaler Hirnzellen doch Zellmarker für M. Parkinson wie das Alpha-Synuclein in den transplantierten Zellen entstehen. Allerdings sei die Funktion der Mehrzahl der verpflanzten dopaminergen Zellen selbst nach einer Dekade nicht eingeschränkt gewesen. Selbst mehr als zehn Jahre nach der Transplantation könnten Parkinson-Patienten von einer Linderung der Symptome profitieren.

Auch die US-Arbeitsgruppe um Dr. Jeffrey Kordower aus Chicago hat bei einem Patienten, der 14 Jahre zuvor Mittelhirn-Zellen von wenige Wochen alten Embryonen implantiert bekommen hatte, im Transplantat Hinweise für pathologische Veränderungen gefunden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Evidenz-Update

Wohl kaum Fortschritte in der Tremortherapie

US-Analyse

Vermehrt Parkinsonfälle bei hohen Trichlorethylen-Emissionen

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kasuistik

Massiv erhöhter CA-19-9-Wert weckt falschen Krebsverdacht

Umbrella-Review

Welcher Sport bei Depression und Angststörung am besten hilft

Lesetipps
Das Zusammenspiel zwischen Vermögensverwalter und Anlegerin oder Anleger läuft am besten, wenn die Schritte der Geldanlage anschaulich erklärt werden.

© M+Isolation+Photo / stock.adobe.com

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Person mit weißer Pille in der rechten Hand und Glas Wasser in der linken Hand

© fizkes - stock.adobe.com

Acetylsalicylsäure in der Onkologie

ASS schützt Senioren langfristig wohl nicht vor Krebs