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Staphylococcus aureus

Neue Einblicke in die Bildung von Toxinen

Forscher haben ein Regulatorprotein entdeckt, das die Bildung des a-Toxins hemmen kann.

Veröffentlicht:

HOMBURG. Staphylococcus aureus bereitet vor allem als MRSA-Variante vielen Kliniken Probleme.Was genau diesen Erreger gefährlich macht, untersucht eine Arbeitsgruppe am Homburger Uniklinikum.

In einer Studie haben die Forscher ein neues Regulatorprotein entdeckt, das die Aktivität von Stoffwechselwegen mit der Produktion von Toxinen verknüpft, teilt die Universität des Saarlandes mit.

Bei Staphylococcus aureus ist schon seit Langem bekannt, dass die Anwesenheit des Kohlenstoffs Glucose die Produktion einer Reihe wichtiger Toxine unterdrückt. In einer aktuellen Studie (J Biol Chem 2014; online 5. September) haben Forscher nun einen neuen Regulator, das Kohlenstoff-Kontrollprotein CcpE, identifiziert.

Er ist beispielsweise an zentralen Stoffwechselwegen zur Energiegewinnung beteiligt. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass dieses Molekül die Bildung eines der wichtigsten Toxine dieses Erregers, des a-Toxins, unterdrücken kann.

Darüber hinaus haben sie überprüft, was passiert, wenn sie das Kontrollprotein hemmen. "Die Pathogenität hat sich erhöht", wird Markus Bischoff vom Homburger Uniklinikum zitiert. "Im Tierversuch haben wir festgestellt, dass die Erreger deutlich mehr Lungenentzündungen und Hauterkrankungen ausgelöst haben."

Die Ergebnisse könnten helfen, Therapieansätze zu entwickeln, um den Keim unschädlich zu machen. (eb)

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