Neues Anti-Doping-Gesetz in Spanien

MADRID (mame). Bis vor kurzem noch galt Spanien als das Doping-Paradies schlechthin. Ärzte und Sportler brauchten nur selten Kontrollen zu befürchten. Damit ist es nun vorbei. Jetzt wurde vom Parlament ein neues Anti-Doping-Gesetz verabschiedet.

Veröffentlicht:

Vor allem der jüngste Skandal um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes, der unter Verdacht steht, über 50 Radsportler gedopt zu haben, bewegte die spanische Regierung zur Strategie der "Null-Toleranz". Das neue Gesetz bestraft Ärzte und Manager, die Sportlern verbotene Mittel verabreichen, künftig sogar mit bis zu zwei Jahren Gefängnis.

Weiterhin soll eine Dopingbehörde geschaffen werden. Außerdem müssen sich alle Sportler, die an spanischen Wettbewerben teilnehmen, regelmäßigen Kontrollen unterziehen. Sie können auch unangemeldet getestet werden.

Das Gesetz, das bereits in drei Monaten in Kraft treten soll, sieht zudem vor, des Dopings überführte Sportler bis zu vier Jahre für sämtliche Sportwettbewerbe zu sperren. "Das ist ein großer Schritt nach vorne. Das Null-Toleranz-Prinzip wird in diesem Land Wirklichkeit werden. Doping wird nun ein Strafvergehen werden", erklärte Spaniens Staatssekretär für Sport, Jaime Lissavetzky. Es sei unfair gewesen, "bisher nur die Sportler, nicht aber die Hintermänner zu bestrafen".

In Spanien kam es vor allem im Radsport immer wieder zu Dopingskandalen. Doch die internationale Dimension des im Mai von der spanischen Polizei aufgedeckten Dopingskandals um den Arzt Eufemiano Fuentes bewegte nun auch Spaniens Politiker zum schnellen Handeln. Fuentes soll als Teamarzt der Radsportmannschaft Liberty Seguros nicht nur Vereinsprofis gedopt haben, sondern weit über 50 internationale Radsportprofis, darunter auch Jan Ullrich.

Mehr zum Thema

Nutzen durch randomisierte Studie belegt

Qigong-Übungen senken erhöhten Blutdruck

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Beratung in der Arztpraxis

Sicher mit Kindern verreisen: So geht‘s

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?